Apple macht Ernst und greift Adobe frontal an. Ab Ende Januar launcht der iPhone-Konzern sein neues Abo-Modell "Creator Studio" – ein Software-Bündel für Kreative zum Kampfpreis von 12,99 Euro monatlich. Darin enthalten: Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro. Für Studenten gibt's das Paket sogar schon für 2,99 Euro im Monat. Die Reaktion an der Börse? Adobe-Aktien stürzten um fast drei Prozent ab, während Apple seitwärts tendierte.

Warum Adobe jetzt zittern muss

Der Preisunterschied ist brutal. Adobe verlangt für seine Creative Cloud deutlich mehr – und das merken die Anleger. Die Adobe-Aktie notiert mit 317 Dollar mittlerweile nur noch auf der Hälfte des Niveaus von vor zwei Jahren. Der Grund: Investoren fürchten nicht nur KI-basierte Konkurrenz, sondern jetzt auch Apples Vorstoß ins Kreativ-Segment.

Apple besitzt einen entscheidenden Vorteil: Die eigene Hardware. Von iPhones über iPads bis zu Mac-Computern dominiert der Konzern in der Kreativ-Industrie. Mit Creator Studio monetarisiert Apple nun diese installierte Basis – und das zu einem Bruchteil der Adobe-Preise.

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Das Bündel umfasst auf Mac und iPad Zugang zu Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro. Auf dem Mac kommen zusätzlich Motion, Compressor und MainStage hinzu. Selbst für die kostenlosen Office-Programme wie Pages, Keynote und Numbers gibt es Premium-Features. Start: 28. Januar 2026, mit einem Monat kostenlosem Test.

Doppelschlag für die Apple-Aktie

Zeitgleich belastet ein anderes Thema: Die Übernahme des Apple-Card-Geschäfts drückt bei JPMorgan auf die Zahlen – und damit indirekt auf Apples Image als Partner. Goldman Sachs war mit dem Privatkundengeschäft gescheitert und zieht sich zurück. JPMorgan übernimmt die Apple Card, musste im Schlussquartal 2025 aber 2,2 Milliarden Dollar für drohende Kreditausfälle zurückstellen. Der Quartalsgewinn sank dadurch um rund eine Milliarde auf 13 Milliarden Dollar.

Der vollständige Wechsel zur größten US-Bank soll erst in zwei Jahren abgeschlossen sein. Die Karten laufen weiterhin über das Mastercard-Netzwerk. JPMorgan-Chef Jamie Dimon zeigte sich trotz der Belastung optimistisch: "Die US-Wirtschaft ist widerstandsfähig geblieben." Für 2026 peilt er einen Zinsüberschuss von 103 Milliarden Dollar an – mehr als Analysten erwartet hatten.

Für Apple bleibt die Creator-Studio-Offensive das wichtigere Signal. Der Konzern zeigt, dass er bereit ist, etablierte Player wie Adobe direkt herauszufordern. Ob das reicht, um neue Umsatzquellen im Software-Geschäft zu erschließen? Die nächsten Monate werden es zeigen.

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