Anthropic steht kurz vor dem Abschluss einer historischen Finanzierungsrunde über mehr als 20 Milliarden US-Dollar. Mit einer neuen Bewertung von 350 Milliarden US-Dollar festigt das KI-Unternehmen seine Position an der globalen Spitze, löst jedoch gleichzeitig massive Verkäufe im gesamten Software-Sektor aus. Innerhalb einer Woche büßte die Branche rund 285 Milliarden US-Dollar an Börsenwert ein.

  • Bewertung: Sprung auf 350 Milliarden US-Dollar.
  • Finanzierung: Über 20 Milliarden US-Dollar frisches Kapital.
  • Sektor-Crash: 285 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung vernichtet.
  • Produkt-Offensive: Veröffentlichung von Claude Opus 4.6 und spezialisierten KI-Plugins.

Rekord-Bewertung und Kapitalspritze

Die aktuelle Finanzierungsrunde erlaubt es auch Mitarbeitern, Anteile zu dieser Rekordbewertung zu veräußern. Das frische Kapital soll vor allem in die enormen Rechenkapazitäten fließen, die für die neuen Claude-Modelle benötigt werden. Zudem plant das Unternehmen, seine Präsenz im Geschäftskundenbereich massiv auszuweiten.

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Die Angst vor der „SaaSpocalypse“

Die aggressive Produktstrategie von Anthropic versetzt den Software-Sektor in Unruhe. Investoren befürchten, dass neue autonome KI-Agenten die herkömmlichen Software-as-a-Service-Modelle (SaaS), die auf Nutzerlizenzen basieren, überflüssig machen könnten. Wird das klassische Abo-Modell pro Arbeitsplatz nun hinfällig?

Besonders eine Abfolge von Veröffentlichungen setzte den Markt unter Druck:
Am 30. Januar veröffentlichte Anthropic elf Open-Source-Plugins für „Claude Cowork“, die Aufgaben in der Rechtsprüfung, im Finanzwesen und im Vertrieb autonom übernehmen. Nur wenige Tage später, am 3. Februar, reagierten die Märkte mit einem massiven Ausverkauf; ein Korb von US-Softwareaktien verlor an einem einzigen Tag sechs Prozent. Die Einführung von Claude Opus 4.6 am vergangenen Donnerstag verschärfte die Lage durch komplexe Programmier- und Analysefähigkeiten zusätzlich.

Massive Kursverluste bei Branchengrößen

Die Auswirkungen auf etablierte Unternehmen sind gravierend. Besonders Firmen, deren Geschäftsmodell auf standardisierten Arbeitsabläufen basiert, standen unter hohem Verkaufsdruck:

  • Thomson Reuters: Die Aktie brach um etwa 15,8 Prozent ein, da KI-Agenten Kernprozesse in der Rechtsabteilung übernehmen könnten.
  • LegalZoom: Ein Minus von fast 20 Prozent folgte auf die Demonstration von Plugins, die Vertragsprüfungen automatisieren.
  • Salesforce & Adobe: Beide Schwergewichte gerieten unter Druck, da Anleger die Langlebigkeit ihrer Abo-Modelle im Zeitalter autonomer KI hinterfragen.
  • IT-Dienstleister: Auch der indische IT-Sektor verzeichnete den stärksten Rückgang seit 2020. Hier dominiert die Sorge, dass KI-Agenten das bisherige Outsourcing-Modell ersetzen könnten.

Der endgültige Abschluss der Finanzierungsrunde wird in Kürze erwartet und dürfte die Marktführerschaft von Anthropic untermauern. Für etablierte Software-Anbieter beginnt damit eine Phase der existenziellen Anpassung. Ob die Integration eigener KI-Lösungen ausreicht, um gegen die neue Generation autonomer Agenten zu bestehen, wird sich bereits in den kommenden Quartalszahlen von Branchengrößen wie Salesforce und Adobe zeigen.

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