Andere kündigen Übernahmen lange im Voraus an, Andritz nimmt damit Vorlieb, erst Tatsachen zu schaffen. Wie das Unternehmen in dieser Woche mitteilen ließ, sicherte es sich bereits im Dezember einen 51-prozentigen Anteil an der chinesischen Firma Sanzheng Electrical Equipment. Dahinter verbirgt sich ein Spezialist für Induktionserwärmungssysteme, deer bei Andritz für ein vollständiges Portfolio an Induktionserwärmungstechniken sorgen soll.

Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Andritz ließ lediglich mitteilen, dass die 130 Beschäftigen wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen solle und sich auch an der sonstigen Struktur nichts ändert. Sanzheng erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von umgerechnet etwa 30 Millionen Euro.

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Andritz mit Führungsanspruch

Senior Vice President Metals Processing Guido Burgel kommentierte den Zukauf mit den Worten, dass Andritz damit seinen Anspruch darauf bekräftige, zu einem der führenden Anbieter bei Weiterverarbeitungsaufgaben in der Stahlindustrie zu avancieren. Gestärkt werden sollen auch Vorhaben, um den CO2-Fußabdruck zu verringern und damit zukünftigen Anforderungen in der Branche gerecht werden zu können.

Obschon Andritz damit keine akuten Umsatzsprünge in Aussicht stellt, wird das Ganze an der Börse begrüßt. Die Andritz-Aktie reagierte am Freitagmorgen mit Kursgewinnen von 1,5 Prozent und der Kurs steigerte sich bis auf 72,15 Euro zum Handel am Mittag. Zeitweise konnte mit 72,50 Euro auch schon ein frisches 52-Wochen-Hoch auf die Beine gestellt werden.

Blick nach vorn

Gewürdigt wird damit an der Börse, dass Andritz sich auf seiner guten Ausgangslage nicht einfach ausruht, sondern aktiv nach Möglichkeiten sucht, um in Zukunft weiter wachsen zu können. Ob sich der konkrete Zukauf in China als Erfolg erweisen wird oder nicht, das lässt sich mangels finanzieller Details schwieriger als ohnehin schon einschätzen. Die Erweiterung des eigenen Portfolios erscheint aus der Ferne aber zunächst kein schlechter Weg zu sein.

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