AMD Aktie: Rückenwind durch Intel-Schwäche
Der Konkurrenzvergleich fällt derzeit klar zugunsten von AMD aus. Während Intel mit schwacher Prognose und Kursrutsch zu kämpfen hat, setzt der Markt auf weiteres Wachstum bei AMD – vor allem im Datenzentrum und bei KI-Chips. Entscheidend ist nun, ob AMD mit den anstehenden Quartalszahlen die hohen Erwartungen bestätigen kann.
Intel patzt, AMD profitiert
Auslöser der jüngsten Stärke war die Reaktion auf Intels Zahlen und Ausblick. Intel legte am 22. Januar gemischte Ergebnisse für das vierte Quartal vor, doch vor allem der verhaltene Ausblick belastete. Das Management sprach von Lieferengpässen und einem schwierigen kurzfristigen Umfeld – die Aktie verlor daraufhin im vorbörslichen Handel am Freitag über 12 %.
Diese Schwäche des Rivalen spielte AMD in die Karten. Am Freitag legte die AMD-Aktie zu und schloss mit einem Tagesplus von 3,98 % bei 263,70 US‑Dollar. Damit markierte der Titel zugleich ein neues 52‑Wochen-Hoch und setzt seine starke Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate fort.
Der Markt setzt damit klar auf die These, dass AMD weiter Marktanteile von Intel gewinnt – insbesondere in den margenstarken Bereichen Rechenzentren und künstliche Intelligenz. Intels Eingeständnis kurzfristiger Probleme verstärkt die Sicht vieler Investoren, dass AMD operativ derzeit besser positioniert ist.
Trend zugunsten von AMD
Die jüngsten Bewegungen fügen sich in ein übergeordnetes Bild: Schon im vergangenen Jahr war AMD für viele Anleger die bevorzugte Aktie, um an KI- und High-Performance-Computing-Trends teilzuhaben. Intel dagegen befindet sich in einem aufwendigen Umbau und versucht, verlorenes Vertrauen mit einer längerfristigen Turnaround-Story zurückzugewinnen.
Wesentliche Punkte aus Marktsicht:
- Intel signalisiert kurzfristige Schwäche durch Lieferengpässe und vorsichtige Prognosen.
- AMD gilt als Gewinner in profitablen Segmenten wie Datenzentren und KI-Anwendungen.
- Die Kursentwicklung der letzten Monate spiegelt dieses Vertrauen wider; seit dem 52‑Wochen-Tief im April 2025 hat sich die Aktie deutlich erholt.
Vor diesem Hintergrund bekommt der kommende Zahlenbericht von AMD besonderes Gewicht: Der Markt will sehen, ob das operative Geschäft die bereits eingepreiste Wachstumsstory trägt.
Hohe Erwartungen an Quartalszahlen
AMD wird seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Dienstag, 3. Februar 2026, nach Börsenschluss vorlegen. Die Messlatte liegt hoch: Analysten erwarten laut Zacks Investment Research einen Gewinn je Aktie, der rund 21,1 % über dem Vorjahreswert liegt. Beim Umsatz wird mit einem Plus von 26 % gerechnet.
Zacks verweist zudem auf einen positiven Earnings ESP (Expected Surprise Prediction), also ein statistisches Signal, dass eine positive Überraschung gegenüber dem aktuellen Konsens möglich ist. Damit ist klar umrissen, worauf es ankommt:
- Bestätigung des starken Wachstums in Schlüsselbereichen wie Datenzentren und KI
- Ein Ausblick, der die Annahme weiterer Marktanteilsgewinne gegenüber Intel stützt
- Keine neuen Bremssignale bei Lieferketten oder Margen
Gelingt AMD ein Ergebnis über den Konsensschätzungen hinaus und untermauert das Management die Wachstumserzählung mit einem überzeugenden Ausblick, dürfte der aktuelle Rückenwind gegenüber Intel vorerst anhalten.
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