AMD liefert die längste Gewinnserie seit fast sechs Jahren ab. Neun Handelstage in Folge ging es aufwärts – ein Plus von über 27 Prozent. Am Freitag schloss die Aktie bei 259,68 US-Dollar, knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 267,08 US-Dollar. Während AMD klettert, strauchelt Erzrivale Intel massiv.

Intels Schwäche als Kurstreiber

Der Kontrast zwischen beiden Chipriesen könnte kaum größer sein. Intel verlor am Freitag 17 Prozent an Wert – der schlechteste Handelstag seit eineinhalb Jahren. Der Grund: Intel kämpft mit erheblichen Lieferengpässen und enttäuschender Prognose. Mizuho-Analyst Jordan Klein bringt es auf den Punkt: "Alles, was Intel in seinem Call gesagt hat, ist sehr gut für AMD."

Intel muss Kapazitäten vom PC-Geschäft in Rechenzentren umschichten. AMD hingegen bezieht seine Chips ausschließlich von TSMC und steht besser da. Laut KeyBanc sind AMDs Server-CPUs für das laufende Jahr nahezu ausverkauft. Die fünfte Generation der EPYC-Prozessoren übertrifft Intels Server-Chips deutlich. Hinzu kommen niedrigere Bewertungsmultiplikatoren bei vergleichbarem KI-Exposure sowie stärkeres Umsatzwachstum und bessere Margen.

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Neue Treiber und strategische Partnerschaften

AMD veröffentlichte am 22. Januar den Adrenalin 26.1.1-Treiber mit einem KI-Bundle, das die Einrichtung von KI-Systemen auf Ryzen-CPUs und Radeon-GPUs vereinfacht. Dazu kommt eine strategische Kooperation mit Tata Consultancy Services, die AMDs Vertriebskanäle erweitert und die Akzeptanz von CPUs und GPUs in produktiven KI-Umgebungen beschleunigen soll.

Cathie Woods ARK Invest sieht AMD 2026 als ernsthaften Herausforderer von Nvidia im Rechenzentrumsmarkt – eine institutionelle Rückendeckung, die das Bewertungspotenzial bei Marktanteilsgewinnen unterstreicht.

Quartalszahlen am 3. Februar

Die Konsensschätzung für das vierte Quartal 2025 liegt bei 1,32 US-Dollar je Aktie – ein Plus von 21,1 Prozent im Jahresvergleich. Beim Umsatz erwarten Analysten 9,65 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 26 Prozent entspricht. Das Rechenzentrumsgeschäft lieferte im dritten Quartal 4,3 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Anstieg von 22 Prozent. AMD peilt hier ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 60 Prozent an.

Wells Fargo hob das Kursziel auf 345 US-Dollar an, Stifel Nicolaus auf 280 US-Dollar. Der Analystenkonsensus liegt bei 279,67 US-Dollar. Die Quartalszahlen am 3. Februar dürften zeigen, ob AMD die Rally fortsetzen kann.

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