Amazon Aktie: Zölle belasten Verbraucher
Der weltgrößte Online-Händler spürt die Auswirkungen der US-Handelspolitik. CEO Andy Jassy machte in Davos deutlich: Die Puffer sind aufgebraucht. Was bedeutet das für die Kursentwicklung?
Amazon und die auf der Plattform aktiven Händler hatten 2025 erhebliche Warenbestände aufgebaut, bevor die Zölle in Kraft traten. Diese Reserven gingen jedoch im Herbst aus. Nun schlagen die Abgaben direkt auf die Preise durch.
Margen unter Druck
Jassy räumte gegenüber CNBC ein: Die Zusatzkosten "kriechen" in die Preise einzelner Waren. Die Händler reagieren unterschiedlich – einige geben die Belastungen weiter, andere schlucken sie selbst, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Der Amazon-Chef betonte zwar, man versuche stets die Preise niedrig zu halten. Doch im Einzelhandel mit seinen traditionell schmalen Margen seien die Optionen "nicht endlos". Bei zehn Prozent höheren Kosten gebe es kaum Spielraum zum Auffangen.
Widerspruch zur Regierungslinie
Trumps Administration behauptet weiterhin, die Zölle würden keine zusätzliche Inflation verursachen. Das Weiße Haus spricht von Reichtum für die USA und Investitionsanreizen für heimische Produktion.
Die Realität sieht anders aus. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel veröffentlichte diese Woche eine Studie auf Basis von über 25 Millionen Lieferdatensätzen im Wert von fast vier Billionen US-Dollar. Das Ergebnis: Nur etwa 4 Prozent der Zolllast tragen ausländische Lieferanten. 96 Prozent werden auf US-Käufer abgewälzt.
Belastung für die Bilanz
Für Amazon bedeuten steigende Preise eine zweischneidige Klinge. Entweder sinkt die Nachfrage bei Preiserhöhungen – oder die Margen schrumpfen, wenn der Konzern die Kosten selbst trägt. Beide Szenarien belasten das Geschäftsmodell eines Unternehmens, das seinen Erfolg auf aggressive Preisgestaltung gebaut hat.
Die Konkurrenz schläft nicht. Während Amazon mit Zollfolgen kämpft, sehen andere Händler möglicherweise ihre Chance, Marktanteile zu gewinnen. Der Preiswettbewerb im E-Commerce kennt keine Gnade.
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