Amazon treibt sein Cloud-Geschäft in einen neuen Zukunftsmarkt. AWS sichert sich die Rolle als bevorzugter Cloud-Partner für Aumovio, einen Spezialisten für autonomes Fahren. Die Technologie soll ab 2027 selbstfahrende Lkw kommerziell auf die Straße bringen. Gleichzeitig stellt Amazon auf der CES 2026 sein KI-Ökosystem breiter auf – mit neuen Partnern und einem Web-Interface für Alexa+.

AWS liefert Infrastruktur für Level-4-Autonomie

Die Partnerschaft mit Aumovio, einem Ausgründer von Continental, verschafft Amazon direkten Zugang zum Markt für autonome Nutzfahrzeuge. AWS-Infrastruktur wird künftig die Entwicklung, das Training und die Validierung von Level-4-Systemen unterstützen. Dabei geht es vor allem um Randszenarien im Fahrverhalten – ein kritischer Faktor für die behördliche Freigabe und die Skalierung der Technologie.

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Konkret soll die Technik Aurora dabei helfen, autonome Lkw in kommerziellen Betrieb zu bringen. Während die Amazon-Aktie um über 3 Prozent zulegte, sprang die Aurora-Aktie parallel um mehr als 8 Prozent nach oben. Der Deal zeigt, dass Amazon seine massiven Investitionen in KI-Infrastruktur zunehmend in hochwertige B2B-Verträge umwandeln kann.

Alexa+ expandiert ins Web

Parallel dazu nutzt Amazon die CES 2026, um sein KI-Assistenten-Geschäft zu erweitern. Mit „Alexa.com" startet eine webbasierte Variante von Alexa+, die unabhängig von Echo-Geräten funktioniert. Nach einer Testphase wird der Service 20 Dollar monatlich kosten – für Prime-Mitglieder inklusive.

Die Integration geht weiter: BMW, Samsung und Bosch haben Partnerschaften angekündigt, um Alexa+ tief in Fahrzeuge und Haushaltsgeräte einzubinden. Bank-of-America-Analyst Justin Post bekräftigte daraufhin sein „Buy"-Rating mit einem Kursziel von 303 Dollar. Die Wall Street wertet die Offensive als notwendigen Schritt, um gegenüber ChatGPT und Gemini nicht zurückzufallen.

Juristische Hürden und Händler-Kritik

Gleichzeitig verschärft sich die juristische Lage. Ein US-Gericht ließ am 5. Januar eine Sammelklage gegen Amazon zu. Verbraucher werfen dem Konzern vor, während der Pandemie Preiswucher bei Grundbedarfsgütern zugelassen zu haben. Richter Robert Lasnik sah die Klage als begründet genug für ein Verfahren an – mit dem Argument, Konsumenten hätten keine echte Alternative gehabt.

Zusätzlich stößt das neue KI-Tool „Shop Direct" auf Widerstand. Die Software kauft automatisiert auf fremden Webshops ein – ohne dass Händler dem explizit zugestimmt haben. Die Kritik könnte regulatorische Folgen haben, bevor der Service aus der Testphase kommt.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz juristischer Risiken bleibt die Stimmung unter Analysten klar. 96 Prozent von 74 befragten Experten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 295 Dollar, Evercore ISI sieht sogar Potenzial bis 335 Dollar. Mit einem KGV von etwa 33 bewerten Analysten die Aktie als fair bewertet, gemessen an der erwarteten Gewinnentwicklung und der dominanten Cloud-Position.

Am 6. Januar schloss die Aktie bei 241,45 Dollar und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Der Markt gewichtet derzeit die Umsatzperspektiven aus dem Autonomie-Deal stärker als die laufenden Gerichtsverfahren. Für das laufende Jahr bleibt entscheidend, ob Amazon die KI-Investitionen weiter in messbare Erlöse übersetzen kann – der AWS-Deal mit Aumovio ist ein erster Beleg dafür.

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