Amazon beginnt das neue Börsenjahr mit Rückenwind von der Wall Street. Gleich mehrere Investmentbanken küren den Konzern zum Top-Pick für 2026 – und liefern klare Argumente: Während das Unternehmen 2025 Rekordgewinne einfuhr, blieb die Aktie mit rund 7% Zuwachs deutlich hinter dem S&P 500 zurück, der um 18% zulegte. Analysten sehen darin eine Fehlbewertung, die sich korrigieren dürfte.

Wall Street setzt auf Margenkraft

Evercore ISI hat Amazon als "Top Large-Cap Internet Pick" ausgerufen. Analyst Mark Mahaney begründet dies mit einer Diskrepanz zwischen beschleunigtem Wachstum in Schlüsselbereichen und der schleppenden Kursentwicklung. Konkret nennt er Amazon Web Services (AWS) und das Werbegeschäft als unterschätzte Treiber. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 295,50 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von 28% zum aktuellen Niveau.

Auch TD Cowen reiht Amazon unter die "Top Mega-Caps" ein und verweist auf drei Katalysatoren:

  • Weiteres AWS-Wachstum durch KI-Infrastrukturnachfrage
  • Unterbewertetes Potenzial im Werbegeschäft, insbesondere bei Prime Video
  • Margenausbau durch optimierte regionale Logistik

JPMorgan unterstreicht die langfristige Perspektive: Die Cloud-Partnerschaft mit OpenAI wird auf einen Wert von 38 Milliarden Dollar geschätzt.

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Regulatorischer Gegenwind

Parallel zur positiven Analystenstimmung gerät Amazon in mehreren Bereichen unter politischen Druck. US-Senatoren kritisieren die neue Plattform Amazon Autos, weil dort Gebrauchtwagen mit nicht reparierten Sicherheitsrückrufen gelistet werden. Amazon hält sich zwar an geltendes Recht, das solche Verkäufe erlaubt, doch die öffentliche Kritik belastet das Image – gerade während das Unternehmen Finanzierungspartnerschaften mit Chase und Wells Fargo ausbaut.

Zudem verschickt die Federal Trade Commission ab dem 1. Januar insgesamt 1,5 Milliarden Dollar an Verbraucher. Die Zahlungen resultieren aus einem Vergleich wegen irreführender Prime-Abo-Praktiken. Finanziell bereits eingepreist, erinnert die Aktion dennoch an das regulatorische Umfeld.

Bewährungsprobe Ende Januar

Der entscheidende Test für die Aufholjagd-These steht am 29. Januar an: Dann legt Amazon die Zahlen für das vierte Quartal vor. Investoren erwarten Belege dafür, dass die massiven KI-Investitionen – das Unternehmen plant 125 Milliarden Dollar Capex – tatsächlich in beschleunigtes AWS-Umsatzwachstum münden. Das aktuelle KGV von 32 gilt angesichts der erwarteten Gewinnentwicklung als vertretbar.

Technisch konsolidiert die Aktie um die 230-Dollar-Marke. Ein Durchbruch über den Widerstand bei 233 Dollar würde die bullische Trendwende bestätigen. Der Konsens unter Analysten lautet "Strong Buy" mit durchschnittlichen Kurszielen nahe 300 Dollar.

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