Alstom verzeichnet einen wichtigen Erfolg in Osteuropa: Ein Konsortium unter Beteiligung des Bahntechnikkonzerns hat den Zuschlag für ein Modernisierungsprojekt in Rumänien im Wert von rund einer Milliarde Euro erhalten. Während das Unternehmen zudem seine Führung in den Niederlanden neu ordnet, bremsen Arbeitsniederlegungen in Belgien derzeit den operativen Ablauf am Standort Charleroi.

Großauftrag für Schienennetz in Rumänien

Die rumänische Staatsbahn CFR hat ein Konsortium aus dem Baukonzern TERNA und Alstom für zwei umfangreiche Modernisierungsprojekte ausgewählt. Das Gesamtvolumen der Investition beläuft sich auf rund eine Milliarde Euro. Ziel ist die Erneuerung der 83 Kilometer langen Strecke zwischen Craiova und Caransebeș, die Teil eines strategisch wichtigen Verkehrskorridors ist.

Das Vorhaben ist in zwei Lose unterteilt: Los 1 (Craiova–Filiași) umfasst ein Volumen von rund 543 Millionen Euro, während Los 2 (Filiași–Igiroasa) mit etwa 449 Millionen Euro veranschlagt wird. Während der Partner TERNA die Mehrheit am Joint Venture hält, liefert Alstom als Technologiepartner die notwendige Bahninfrastruktur. Nach einer zwölfmonatigen Entwurfsphase ist eine Bauzeit von 36 Monaten vorgesehen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alstom?

Managementwechsel und operative Hürden

Parallel dazu stärkt der Konzern seine Präsenz in Westeuropa. Zum 1. März 2026 übernimmt Kees van der Snel die Position des Country Managing Directors für die Niederlande. Van der Snel bringt über 30 Jahre Branchenerfahrung mit, unter anderem durch Stationen bei Bombardier. Kann das Unternehmen diese strategische Neuausrichtung nutzen, um die aktuellen operativen Herausforderungen in Belgien zu kompensieren?

Seit Dienstag kommt es im Werk Charleroi zu Streiks. Der Standort ist für die Produktion von Komponenten für Hochgeschwindigkeitszüge wie Thalys und Eurostar sowie für die Nachrüstung von ETCS-Signalsystemen von zentraler Bedeutung. Marktbeobachter prüfen bereits, ob die Arbeitsniederlegungen die Auslieferungszeitpläne für das dritte Quartal 2026 gefährden könnten.

Massive Ausschreibung in Frankreich startet

Zusätzliches Potenzial ergibt sich im Heimatmarkt Frankreich. Die SNCF und Île-de-France Mobilités haben am Mittwoch eine Ausschreibung für bis zu 300 Elektrotriebzüge gestartet. Das Gesamtvolumen wird auf rund 8 Milliarden Euro geschätzt. Alstom gilt aufgrund seiner Position als etablierter Lieferant der aktuellen RER-NG-Züge als aussichtsreicher Kandidat für diesen Großauftrag.

Kurzfristig steht die Beilegung des Konflikts in Charleroi im Vordergrund, um die Lieferfähigkeit für das laufende Geschäftsjahr nicht zu gefährden. Mit der Neubesetzung der niederländischen Geschäftsführung zum 1. März fokussiert sich Alstom zudem auf die Erschließung weiterer Wachstumspotenziale in den Benelux-Staaten. Eine Entscheidung über den 8-Milliarden-Euro-Auftrag in Frankreich wird im weiteren Jahresverlauf erwartet.

Alstom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alstom-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Alstom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alstom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Alstom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...