Alphabet Aktie: Stabile Zuwächse!
Alphabet steht kurz vor den nächsten Quartalszahlen – und an der Wall Street werden die Stellschrauben bereits neu justiert. Mehrere große Häuser haben ihre Kursziele angehoben, gleichzeitig rücken operative Risiken wie die Waymo-Untersuchung in den Fokus. Die zentrale Frage: Überwiegt derzeit die Wachstumsfantasie oder die regulatorische Unsicherheit?
Deutlich höhere Kursziele
Am Freitag, dem 23. Januar, haben gleich mehrere Investmenthäuser ihre Modelle für Alphabet überarbeitet. Der Aktienkurs legte zum Wochenschluss zwar eine kleine Verschnaufpause ein, doch in den Analystenstudien dominiert klar der Optimismus.
Besonders offensiv zeigt sich Wolfe Research: Das Kursziel wurde von 380 auf 390 US‑Dollar angehoben, verbunden mit einem „Outperform“-Votum. Aus heutiger Sicht entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 18 % gegenüber dem aktuellen Kursniveau.
Auch Stifel schraubt die Erwartungen nach oben. Analyst Mark Kelley erhöhte das Kursziel von 333 auf 346 US‑Dollar und bestätigte seine Kaufempfehlung. Begründung: ein erwartbar starkes Werbegeschäft in den Bereichen Suche und YouTube sowie anhaltende Dynamik bei Google Cloud.
UBS folgt dem Trend und hebt das Kursziel deutlich von 306 auf 345 US‑Dollar an. Auffällig: Trotz dieses kräftigen Sprungs bleibt Analyst Stephen Ju bei einer neutralen Einstufung – die Bank sieht also zwar mehr Wertpotenzial als zuvor, ist aber zurückhaltender als andere Häuser. Zusätzlich hat Raymond James die Aktie zuletzt auf „Strong Buy“ hochgestuft.
In der Summe entsteht ein klares Bild: Die Wall Street rechnet mit weiterem Wachstum, unterscheidet sich aber in der Einschätzung, wie viel davon bereits im Kurs eingepreist ist.
Quartalszahlen im Fokus
Der nächste Prüfstein folgt am 4. Februar, wenn Alphabet die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegt. Die Erwartungen liegen hoch: Der Konsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 2,64 US‑Dollar, was einem Plus von rund 23 % im Jahresvergleich entsprechen würde.
Auch auf der Umsatzseite kalkulieren Analysten mit kräftigem Wachstum. Prognostiziert werden Erlöse zwischen 111,23 und 111,43 Milliarden US‑Dollar. Das läge etwa 15,3 bis 15,5 % über dem Wert des Vorjahresquartals. Damit unterstellen die Märkte, dass Alphabet sowohl im Kerngeschäft Werbung als auch im Cloud-Bereich weiter zulegen kann.
Für Anleger bedeutet das: Die angehobenen Kursziele sind eng an die Erwartung geknüpft, dass Alphabet diese Wachstumsraten liefert oder übertrifft. Enttäuschungen bei Umsatz oder Marge könnten daher den positiven Analystenstrom schnell ausbremsen.
Regulierung und operative Themen
Parallel zu den Bewertungsanpassungen tauchen neue Risiken auf der operativen Seite auf. Am 24. Januar wurde bekannt, dass US‑Sicherheitsbehörden Waymo, die Robotaxi-Sparte von Alphabet, genauer unter die Lupe nehmen. Hintergrund sind Vorfälle im Zusammenhang mit Schulbussen.
Solche Untersuchungen haben zwar kurzfristig keinen direkten Einfluss auf Umsatz und Gewinn, sie können aber die Wahrnehmung des Konzerns als Technologie- und Innovationsführer beeinflussen. Zudem besteht das Risiko zusätzlicher Auflagen oder Beschränkungen im Bereich autonomes Fahren.
Gleichzeitig treibt Alphabet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Kernprodukten voran. Laut aktuellen Berichten setzt YouTube verstärkt KI ein, um „Low-Effort“-Inhalte – also minderwertige, wenig aufwendig produzierte Videos – besser zu erkennen und zu begrenzen. Google Photos hat neue KI-Funktionen eingeführt, die den Nutzwert des Dienstes erhöhen sollen. Beides zeigt, wo das Management Wachstums- und Effizienzpotenzial sieht: in der tiefen Integration von KI in bestehende Plattformen.
Kursverlauf und Einordnung
Börsentechnisch ist der Aufwärtstrend klar erkennbar. Die Alphabet-Aktie schloss am Freitag bei 329,90 US‑Dollar und liegt damit nur gut 1,8 % unter ihrem jüngsten 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 74 % zu Buche, seit Jahresbeginn 2026 beträgt der Zuwachs knapp 5 %.
Damit bestätigt der Markt bislang die optimistische Analystenlinie. Für die kommenden Wochen dürften zwei Faktoren entscheidend bleiben: ob die Q4-Zahlen die hohen Erwartungen bei Gewinn und Umsatz rechtfertigen – und wie sich die regulatorischen Entwicklungen rund um Waymo weiter konkretisieren.
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