Die EU-Kommission setzt Google unter Zeitdruck. Bis zum 10. Februar muss die Wettbewerbsbehörde über die geplante Übernahme des Cybersecurity-Startups Wiz entscheiden – für stolze 32 Milliarden US-Dollar. Es wäre die größte Akquisition in der Geschichte des Alphabet-Konzerns.

Die US-Kartellbehörden gaben bereits im November grünes Licht. Doch in Brüssel ist die Nervosität spürbar. Die Kommission kann den Deal entweder durchwinken oder eine vertiefte Untersuchung einleiten. Letzteres würde den Zeitplan massiv verzögern und Unsicherheit in die Kalkulation bringen.

Cloud-Offensive mit hohem Einsatz

Warum diese aggressive Expansion? Google will sein Cloud-Geschäft stärken und im Wettbewerb mit Amazon Web Services und Microsoft Azure aufholen. Wiz bietet Cloud-Sicherheitslösungen, die in der aktuellen Bedrohungslage hochrelevant sind. Die Transaktion wurde im März 2025 angekündigt – seither arbeiten beide Seiten auf die Genehmigung hin.

Die Alphabet-Aktie reagierte zunächst verhalten auf die Ankündigung der EU-Frist. Im vorbörslichen NASDAQ-Handel notierte der Titel zeitweise 0,36 Prozent tiefer bei 313,41 US-Dollar. Später drehte die Stimmung: Im regulären Handel legte die Aktie um 1,62 Prozent auf 319,64 US-Dollar zu.

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Chip-Sparte im Aufwind

Parallel zur Wiz-Übernahme rückt ein anderes Geschäftsfeld in den Fokus: Alphabets hauseigene Tensor Processing Units (TPUs). Diese KI-Chips könnten sich zum Milliardenmotor entwickeln. Analysten sehen enormes Potenzial – und eine echte Alternative zu Nvidias dominierenden Prozessoren.

Die TPUs sind speziell für KI-Workloads optimiert und könnten Google einen entscheidenden Vorteil im Rennen um Rechenkapazität verschaffen. Während Nvidia den Markt derzeit beherrscht, positioniert sich Alphabet mit eigener Chip-Technologie unabhängiger. Das KI-Modell Gemini 3 zeigt bereits, wozu die hauseigene Hardware fähig ist.

Mediengeschäft unter Druck

Doch nicht alle Alphabet-Bereiche glänzen. Das klassische Mediengeschäft kämpft mit strukturellen Problemen. KI-gestützte Suche und verändertes Nutzerverhalten setzen Publisher unter Druck. Traffic bricht weg, die Kontrolle über Distribution schwindet. Junge Zielgruppen wenden sich von traditionellen News-Formaten ab.

Die Lösung könnten Creator-Netzwerke und neue Geschäftsmodelle sein. Publisher versuchen verstärkt, Creators an ihre eigenen Marken zu binden, statt Reichweite an Plattformen wie TikTok abzutreten. Eine Entwicklung, die auch Googles Werbegeschäft tangiert.

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