Alibaba startet mit Rückenwind in die neue Woche. Der Konzern treibt seine KI-Strategie gleich auf zwei Ebenen voran: mit neuen Funktionen im Kerngeschäft und mit einem prominenten Investment in ein chinesisches AI-Start-up. Die Aktie reagiert positiv, sowohl in Hongkong als auch im US-Vorbörsenhandel.

In Hongkong schloss die Aktie heute mit einem Plus von 2,68 % bei 153,00 HK-Dollar. Im US-Premarket deuten Kurse um 156,22 US-Dollar auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung hin.

KI-Angriff im Lokalgeschäft

Für neue Fantasie sorgt vor allem die aggressive Expansion der Karten- und Navigationssparte Amap (AutoNavi). Alibaba rollt einen KI-basierten Dienst für die Gastronomie aus: Restaurantbetreiber können damit aus einfachen Fotos oder Videos hochwertige 3D-Rundgänge ihrer Räume erstellen.

Ziel ist es, die Kosten für Marketing und Präsentation deutlich zu senken – ein zentraler Schmerzpunkt vieler Händler auf Meituans Bewertungs- und Buchungsplattform Dianping. Die neue Lösung setzt auf Alibabas visuelles „Wan“-KI-Modell, das die 3D-Erstellung automatisiert und teure Produktion für kleinere Betriebe überflüssig machen soll.

Wesentliche Eckpunkte der Initiative:
- Kostenersparnis: Automatisierte 3D-Generierung senkt die Einstiegshürden für kleine und mittlere Restaurants.
- Subventionierte Testphase: Ausgewählte Partner sollen den Dienst zunächst kostenlos nutzen können, um schnell Reichweite und Marktanteile aufzubauen.
- Strategische Einordnung: Das Projekt zahlt direkt auf CEO Eddie Wus „AI-first“-Ansatz ein, nach dem alle zentralen Geschäftsbereiche stärker mit KI-Technologien verzahnt werden sollen.

Damit zielt Alibaba klar auf Meituans starke Position im chinesischen „Local Services“-Geschäft und versucht, Händler mit konkreten Kostenvorteilen zu gewinnen.

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MiniMax-Beteiligung stärkt KI-Ökosystem

Parallel dazu positioniert sich Alibaba als wichtiger Kapitalgeber im chinesischen KI-Umfeld. Bestätigten Berichten zufolge tritt der Konzern als Cornerstone-Investor beim geplanten Hongkong-Börsengang von MiniMax auf, einem KI-Start-up aus Shanghai.

Gemeinsam mit der Abu Dhabi Investment Authority fließen rund 350 Millionen US-Dollar in den IPO. MiniMax peilt dabei eine Bewertung von etwa 6,5 Milliarden US-Dollar an. Die Beteiligung soll nicht nur potenzielle Rendite liefern, sondern auch die strategische Partnerschaft mit einem der führenden chinesischen Wettbewerber von OpenAI absichern.

So stärkt Alibaba seinen Zugang zu generativer KI-Infrastruktur, während der Konzern gleichzeitig eigene KI-Anwendungen im Kerngeschäft ausrollt.

Institutionelle Käufe und Kursbild

Die jüngsten Nachrichten spiegeln sich auch in institutionellen Kapitalflüssen wider. Neue Meldeunterlagen zeigen, dass Stanley Laman Group Ltd. eine frische Position in Alibaba aufgebaut hat und 11.000 Aktien im Gegenwert von rund 1,966 Millionen US-Dollar erworben hat. Zuvor hatten bereits größere Adressen wie Temasek ihre Engagements aufgestockt.

Charttechnisch liefert der Handel in Hongkong ein konstruktives Signal für die US-Session. Der Schlusskurs von 153,00 HK-Dollar markiert eine spürbare Erholung und wird von der Story getragen, dass Alibaba Teile seiner umfangreichen Liquidität gezielt in wachstumsstarke KI-Anwendungen lenkt.

Auffällig ist die Diskrepanz zum insgesamt zurückhaltenderen Sentiment gegenüber chinesischen Tech-Werten. Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen, dass Investoren dem laufenden Turnaround- und KI-Programm unter Eddie Wu zunehmend Umsetzungspotenzial zutrauen.

Zum Start der US-Handelssitzung rückt die Zone um 156 US-Dollar als kurzfristige Orientierungsmarke in den Fokus. Kann die Aktie das vorbörsliche Niveau behaupten, wäre das eine Bestätigung, dass der Markt die Kombination aus operativer KI-Offensive (Amap) und strategischen KI-Beteiligungen (MiniMax) vorerst honoriert.

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