Zum Jahresauftakt kehrt der Optimismus in den chinesischen Tech-Sektor zurück. Getrieben von neuen Börsenplänen der Konkurrenz und einer anhaltenden KI-Fantasie konnte Alibaba am Freitag deutlich zulegen. Investoren setzen darauf, dass der E-Commerce- und Cloud-Gigant als primärer Infrastruktur-Dienstleister von der nächsten Welle chinesischer KI-Entwicklungen überproportional profitieren wird.

Initialzündung durch Chip-Sektor

Verantwortlich für den Stimmungsumschwung waren vor allem Nachrichten aus dem direkten Wettbewerbsumfeld. Baidu kündigte an, seine KI-Chip-Sparte Kunlunxin an die Hongkonger Börse zu bringen. Dieser Schritt unterstreicht Chinas beschleunigte Bemühungen, unabhängige Alternativen im Halbleiterbereich zu entwickeln – eine Reaktion auf die anhaltenden US-Exportbeschränkungen.

Die Marktreaktion wurde durch das erfolgreiche Börsendebüt von Shanghai Biren Technology, einem weiteren KI-Chip-Designer, zusätzlich befeuert. Dessen Aktienkurs schoss am ersten Handelstag um fast 120 Prozent nach oben. Diese Ereignisse lösten eine breite Kaufwelle bei chinesischen Technologiewerten aus, da Anleger das enorme Kapitalinteresse an der heimischen KI-Infrastruktur erkannten.

Alibaba als technisches Rückgrat

Alibaba profitiert von dieser Entwicklung nicht nur durch die allgemeine Marktstimmung, sondern durch harte Fakten im operativen Geschäft. Das Unternehmen ist maßgeblich am Aufbau der KI-Infrastruktur beteiligt. Im September-Quartal verzeichnete die Cloud-Sparte ein Umsatzwachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die Einnahmen aus KI-bezogenen Cloud-Diensten seit acht Quartalen in Folge dreistellige Zuwachsraten aufweisen.

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Zusätzlich festigt der Konzern seine strategische Position durch Beteiligungen. Berichten zufolge tritt Alibaba als wichtiger Investor beim geplanten Börsengang des KI-Startups MiniMax auf. Mit den eigenen "Qwen"-Modellen, die mittlerweile über 600 Millionen Downloads verzeichnen, stellt das Unternehmen zudem die weltweit meistgenutzten Open-Source-KI-Modelle.

Bewertung und Marktlage

Der jüngste Kursanstieg auf 155,74 USD markiert eine Gegenbewegung nach einer spürbaren Korrektur. Die Aktie hatte zuvor rund 20 Prozent von ihrem Oktober-Hoch abgegeben. Trotz des Kurssprungs am Freitag deutet der RSI-Wert von 29,4 weiterhin auf eine technisch überverkaufte Situation hin, was charttechnisch orientierte Anleger als Einstiegssignal werten könnten.

Auch fundamental sehen Analysten Spielraum. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 20 wird Alibaba deutlich günstiger gehandelt als der US-Konkurrent Amazon, der auf ein KGV von 32 kommt. Die Wall Street bleibt mehrheitlich optimistisch und sieht das Kursziel im Schnitt deutlich über dem aktuellen Niveau.

Der nächste wichtige Impuls wird für den 19. Februar 2026 erwartet, wenn Alibaba seine Bücher öffnet. Dann wird sich zeigen, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen im Cloud-Segment erfüllen kann und ob die technische Erholung genug Kraft hat, um die Widerstandszone bei 192 USD erneut ins Visier zu nehmen.

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