Aixtron Aktie: Trotz Top-Pick unter Druck
Die Aixtron-Aktie startet mit deutlichen Verlusten in die neue Woche und kämpft mit der psychologisch wichtigen Marke von 20 Euro. Diese Schwäche überrascht auf den ersten Blick, da die Bank of America den MDAX-Konzern erst kürzlich als „Top Pick“ für das Jahr 2026 auserkoren hat. Während Analysten fundamental großes Potenzial sehen, reagieren Marktteilnehmer derzeit mit Skepsis – eine Diskrepanz, die Fragen aufwirft.
Wichtige Fakten im Überblick
- Aktueller Kurs: 19,41 €
- Kursziel (Bank of America): 25,10 €
- Technische Lage: RSI bei 25,1 (stark überverkauft)
- Wochenperformance: -4,85 %
Charttechnik trifft auf Gewinnmitnahmen
Zum Wochenauftakt notiert das Papier bei 19,41 Euro und entfernt sich damit spürbar vom erst am 6. Januar markierten 52-Wochen-Hoch bei 21,37 Euro. Der Rückfall unter die runde 20-Euro-Marke wirkt charttechnisch belastend, muss jedoch im Kontext der jüngsten Rallye betrachtet werden. Auf Sicht von 30 Tagen steht immer noch ein Plus von rund 17 Prozent zu Buche.
Marktbeobachter werten die aktuelle Bewegung primär als Gewinnmitnahmen nach dem starken Jahresauftakt. Interessant ist hierbei der Blick auf den Relative Strength Index (RSI). Mit einem Wert von 25,1 signalisiert dieser Indikator inzwischen eine stark überverkaufte Situation, was kurzfristig oft einer technischen Gegenbewegung vorausgeht.
Die KI-Wette der Bank of America
Fundamental steht der Kursrutsch im Kontrast zur Einschätzung der Bank of America (BofA). Die US-Investmentbank sieht das Kursziel unverändert bei 25,10 Euro, was vom aktuellen Niveau aus ein Aufwärtspotenzial von knapp 30 Prozent impliziert.
Die Analysten begründen ihren Optimismus mit Aixtrons Rolle als „Schaufelverkäufer“ für die KI-Infrastruktur. Zwei Technologiebereiche stehen dabei im Fokus:
1. Silicon Photonics: Diese Technologie wird für die schnelle Datenübertragung in modernen Rechenzentren zunehmend kritisch.
2. Galliumnitrid (GaN): Aixtron hält hier eine starke Marktposition. GaN ist essenziell für effizientere Leistungselektronik in KI-Servern, um den enormen Energiebedarf zu bewältigen.
Hohe Volatilität erfordert Nerven
Trotz der langfristig intakten Story rund um KI und effiziente Leistungselektronik bleibt die Aktie ein volatiles Investment. Mit einer annualisierten Volatilität von über 95 Prozent müssen Anleger starke Schwankungen einkalkulieren.
Der aktuelle Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt (18,31 Euro) beträgt nur noch sechs Prozent. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, könnte diese Linie als nächste wichtige Unterstützungszone fungieren. Ein Bruch dieses Niveaus würde das charttechnische Bild weiter eintrüben.
Blick auf die Zahlen
Die Entscheidung über die weitere Richtung dürfte spätestens Ende Februar fallen, wenn Aixtron seine geprüften Jahreszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt der Titel in einer Spannungszone zwischen technischer Korrektur und fundamentaler Kaufempfehlung gefangen. Gelingt keine zeitnahe Rückeroberung der 20-Euro-Marke, richtet sich der Fokus auf die Haltekraft der Unterstützung bei rund 18,30 Euro.
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