Die Aixtron-Aktie markiert am Dienstag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 21,25 Euro – der höchste Stand seit Monaten. Binnen einer Woche legte der Titel fast 23 Prozent zu. Dahinter steht eine gezielte Neupositionierung durch die Bank of America: Die Analysten sehen in dem Aachener Anlagenbauer das "nächste AI Power Play" Europas.

Die wichtigsten Punkte:
- Bank of America bestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 25,10 Euro
- 90 Prozent Marktanteil bei GaN-Epitaxie-Anlagen
- Nvidia-Server-Generation "Rubin Ultra" als Nachfragetreiber
- Goldman Sachs stockt Anteil auf 7,12 Prozent auf
- Umsatzsprung von 44 Prozent im GaN-Segment für 2027 erwartet

Technologie-Monopol trifft KI-Infrastruktur

Die BofA-Studie vom Dienstag liefert konkrete Argumente für die Neubewertung. Aixtron dominiert mit rund 90 Prozent Marktanteil die Produktion von Epitaxie-Anlagen für Galliumnitrid (GaN). Diese Chips sind unverzichtbar für 800V-Architekturen, auf die Nvidia mit seiner kommenden "Rubin Ultra" Server-Generation setzt. Höhere Energieeffizienz in KI-Rechenzentren erfordert genau diese Technologie – und Aixtron liefert die Maschinen dafür.

Für 2027 kalkulieren die Analysten einen Umsatzanstieg von 44 Prozent allein im GaN-Bereich. Erste signifikante Aufträge könnten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 eintreffen. Parallel verstärkt Goldman Sachs sein Engagement: Der Stimmrechtsanteil wurde Anfang Januar auf 7,12 Prozent ausgebaut.

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Vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger

Der Kontrast zum vergangenen Jahr ist markant. Im April 2025 war die Aktie bis auf 9,13 Euro abgestürzt – ein Minus von mehr als 50 Prozent zum damaligen Jahreshoch. Das Management hatte 2025 als Übergangsjahr eingestuft, im Oktober folgte eine Prognosesenkung. Die Börse strafte den Titel gnadenlos ab.

Nun vollzieht sich ein Stimmungswechsel. Der Ausbruch über die 20-Euro-Marke signalisiert: Anleger preisen nicht mehr die schwache Gegenwart, sondern den kommenden Investitionszyklus ein. Aixtron wandelt sich in der Wahrnehmung vom zyklischen Maschinenbauer zum Infrastruktur-Lieferanten für KI-Rechenzentren. Zusätzlichen Rückenwind lieferte gestern eine Hochstufung von ASML durch Bernstein Research, die den gesamten Halbleiterausrüster-Sektor beflügelte.

Konsolidierung oder Fortsetzung?

Nach dem Kurssprung von rund 17,30 Euro Anfang Januar auf über 21 Euro heute könnte eine technische Verschnaufpause folgen. Entscheidend wird sein, ob sich die Aktie oberhalb der 20-Euro-Schwelle etabliert. Gelingt dies, rückt das BofA-Kursziel von 25,10 Euro in Reichweite – ein weiteres Aufwärtspotenzial von knapp 18 Prozent.

Fundamental steht und fällt die weitere Entwicklung mit konkreten Auftragseingängen. Sollten sich die optimistischen Prognosen der Analysten in den kommenden Monaten materialisieren, dürfte das Momentum anhalten. Bis dahin gilt: Der technische Aufwärtstrend ist intakt, die fundamentale Wette auf die KI-Infrastruktur läuft.

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