Die Air France-KLM Aktie steckt in einer Zwickmühle. Während ein herber Kursverlust vom Freitag weiter nachwirkt, kommt nun politische Unterstützung aus Berlin. Die Bundesregierung lehnte verpflichtende Ausweiskontrollen beim Boarding ab – eine operative Entlastung für die Airline. Doch reicht das, um den Abwärtstrend zu stoppen?

Der technische Schaden ist gesetzt

Am Freitag setzte sich die jüngste Schwächephase mit Nachdruck fort. Die Aktie verlor 4,3 Prozent und schloss bei 11,36 Euro. Damit brach der Titel durch die psychologisch wichtige Marke von 11,50 Euro, was charttechnisch als negatives Signal gewertet wird. Der kurzfristige Abwärtstrend hat damit an Dynamik gewonnen.

Politische Entscheidung als Kostensenker

Die heutige Nachricht aus Berlin bringt hingegen langfristige Planungssicherheit. Die Ablehnung der ID-Kontrollen bedeutet, dass Airlines ihre Boarding-Prozesse nicht grundlegend umstellen müssen. Für Air France-KLM bleiben die effizienten Abläufe erhalten. Branchenweit werden potenzielle Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich vermieden – ein wichtiger Faktor für die künftige Kostenstruktur.

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Analystenbild bleibt gespalten

Die Einschätzungen der großen Banken spiegeln die Unsicherheit wider:
* JP Morgan bleibt mit "Overweight" und einem Kursziel von 14,50 Euro optimistisch. Gründe sind sinkende Treibstoffkosten und eine starke Preisgestaltung.
* Barclays sieht das Potenzial begrenzt und belässt die Aktie bei "Equal Weight" mit einem Ziel von nur 10,00 Euro.
* Bernstein ("Market-Perform", 11,50 Euro) erwartet für 2026 ein steigendes EBIT, was den Abwärtstrend bremsen könnte.

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist das laufende Bieterverfahren um die portugiesische Airline TAP. Air France-KLM tritt dabei gegen Lufthansa und IAG an. Ein Zuschlag würde zwar strategische Vorteile auf Südamerika-Routen bringen, ein überhöhter Kaufpreis könnte die Bilanz im Hochzinsumfeld jedoch belasten.

Die kommende Handelswoche wird zeigen, ob die Anleger die operative Entlastung durch die politische Entscheidung höher gewichten als den eingetretenen technischen Schaden. Die gespaltenen Analystenmeinungen und das laufende Übernahmeverfahren halten die Unsicherheit hoch.

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