Adobe geht mit einem Spannungsfeld ins neue Jahr: Auf der einen Seite stehen starke Geschäftszahlen und optimistische Analysten, auf der anderen ein Kurs, der zum Jahresende technische Schwäche zeigte. Genau an dieser Bruchstelle entscheiden sich die Anleger derzeit, ob sie der Wachstumsstory weiter trauen. Im Zentrum steht dabei vor allem die Frage, wie überzeugend Adobe seine KI-Produkte zu Geld machen kann.

Jahresende ohne klaren Trend

Der letzte Handelstag 2025 an der Nasdaq brachte für Adobe keine klare Richtungsentscheidung. Die Aktie schloss bei 349,99 US‑Dollar und damit knapp unter einer psychologisch wichtigen Marke, nachdem sie im Tagesverlauf mehrere Anläufe nach oben nicht halten konnte. Das Bild: eher ein Auslaufen der Bewegung als ein dynamischer Jahresabschluss.

Die gezeigte Schwäche passt zu einem insgesamt gemischten Kursbild. Auf Monatssicht legte der Titel zwar rund 26 % zu, auf Sicht von zwölf Monaten steht aber immer noch ein deutliches Minus von gut 18 %. Vom 52‑Wochen‑Hoch bei 445,25 US‑Dollar ist die Aktie aktuell mehr als 20 % entfernt – von einer echten Erholungsrally kann also noch keine Rede sein.

Analysten sehen klares Aufwärtspotenzial

Fundamental klingen die jüngsten Einschätzungen deutlich konstruktiver als der Kursverlauf. Eine neue Analyse, die am 31. Dezember auf Seeking Alpha erschienen ist, argumentiert, dass Adobe auf dem aktuellen Niveau unterbewertet sein könnte. Das dort genannte Kursziel liegt bei 595 US‑Dollar – deutlich über dem aktuellen Preis.

Die Begründung: Trotz verbreiteter Sorgen, generative KI könne das Geschäftsmodell angreifen, hat Adobe im Geschäftsjahr 2025 Rekordzahlen vorgelegt. Auf Basis dieser Ergebnisse veranschlagt die Analyse ein Forward-KGV von etwa 15. Für ein Unternehmen mit zweistelligem Umsatzwachstum werten Befürworter das als vergleichsweise günstige Bewertung.

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Kern der Argumentation ist, dass der Markt die Risiken durch KI‑Konkurrenz möglicherweise stärker einpreist als es die aktuellen Zahlen rechtfertigen. Das eröffnet aus Sicht der Analysten eine Bewertungsdifferenz zwischen Wahrnehmung und Realität – sprich: Potenzial nach oben, sofern Adobe seine Wachstumsstory bestätigt.

Institutionelle Anleger reduzieren Positionen

Parallel zu den positiven Analystenstimmen zeigen institutionelle Daten aber ein anderes Bild. Am 31. Dezember meldete Marietta Wealth Management LLC eine deutliche Reduktion ihrer Adobe‑Position um rund 18,2 % und trennte sich dabei von mehr als 4.000 Aktien.

Diese Transaktion steht im Kontext typischer Umschichtungen zum Jahresende. Viele Vermögensverwalter justieren ihre Gewichtungen im Technologiesektor, realisieren Gewinne oder bauen Risiko ab. Die Reduktion von Marietta passt damit in ein größeres Muster sektorweiter Rebalancings und muss nicht zwangsläufig als Misstrauensvotum gegen Adobe allein gewertet werden – zeigt aber, dass ein Teil der institutionellen Investoren zum Jahreswechsel vorsichtiger agiert.

Ausblick: KI-Monetarisierung als Schlüsselfaktor

Für 2026 rückt nun die Umsetzung der Unternehmensziele in den Mittelpunkt. Das Management plant, die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) im neuen Geschäftsjahr um mehr als 10 % zu steigern. Diese Prognose steht und fällt mit der erfolgreichen Monetarisierung der KI‑Funktionen rund um Firefly und andere in die Produktpalette integrierte Tools.

Strategisch geht es darum, generative KI nicht als Bedrohung, sondern als Wachstumstreiber zu nutzen: Indem Adobe KI‑Funktionen direkt in seine Abo‑Modelle einbaut und für diese Mehrwerte Zusatzumsätze generiert, will das Unternehmen die eigene Marktposition absichern und ausbauen.

Die Spannung für die ersten Handelstage 2026 ergibt sich damit aus dem Zusammenspiel von Bewertung und Erwartung: Ein Kurs deutlich unter dem 52‑Wochen‑Hoch trifft auf zweistellige Wachstumsziele und hohe Hoffnungen auf KI‑Erlöse. Ob sich die optimistische Analystensicht durchsetzt oder die Zurückhaltung institutioneller Investoren den Ton angibt, dürfte sich an den nächsten Updates zur ARR-Entwicklung und zur Nutzung der KI‑Produkte im Laufe der kommenden Quartale zeigen.

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