Adobe Aktie: Verdächtig ruhig!
Nach einer schwachen Vorwoche startet Adobe in eine verkürzte Handelswoche, in der die US-Börsen heute wegen des Martin-Luther-King-Feiertags geschlossen bleiben. Eine Serie von Herabstufungen hat den Kurs zuletzt auf ein neues 52‑Wochen-Tief gedrückt. Im Mittelpunkt steht dabei eine Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs, die Zweifel an Adobes Position im Wettbewerb mit KI-nativen Anbietern verstärkt.
Welle von Abstufungen
Auslöser der jüngsten Skepsis war eine Research-Note von Goldman Sachs vom 12. Januar. Die Bank begann ihre Beobachtung von Adobe direkt mit einem „Sell“-Rating. Zur Begründung verwies Goldman auf Risiken für Wachstum und Preissetzungsmacht durch stärkere Konkurrenz von KI-gestützten Werkzeugen. In den Prognosen der Analysten liegt das erwartete Umsatz- und Gewinnwachstum von Adobe unter dem Schnitt vergleichbarer Unternehmen.
Bereits zuvor hatten andere Häuser ihre Einschätzung zurückgenommen:
- BMO Capital stufte auf „Market Perform“ ab und verwies auf zunehmenden Wettbewerbsdruck.
- Jefferies senkte das Rating von „Buy“ auf „Hold“ und hob ebenfalls die Bedrohung durch KI-gestützte Alternativen hervor.
- Oppenheimer ging von „Outperform“ auf „Perform“ zurück.
Die Reaktion am Markt war deutlich: Die Aktie gab an mehreren Tagen hintereinander nach, unterschritt die psychologisch wichtige Marke von 300 US‑Dollar und schloss am Freitag bei 296,12 US‑Dollar auf einem neuen 52‑Wochen-Tief. In Europa setzte sich die Schwäche heute fort, während die US-Börsen geschlossen sind.
Solide Zahlen, schwächere Perspektive
Operativ zeigte sich Adobe zuletzt robust. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern mit einem Gewinn je Aktie von 5,50 US‑Dollar und Erlösen von 6,19 Milliarden US‑Dollar die Konsensschätzungen. Entscheidend für die aktuelle Bewertung ist jedoch der Ausblick: Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 signalisiert langsameres Wachstum als im Vorjahr und konnte die Sorgen am Markt nicht ausräumen.
In der Folge wird zunehmend diskutiert, ob die Aktie trotz niedrigerer Bewertung im historischen Vergleich zur „Value Trap“ werden könnte. Hintergrund ist die Befürchtung, dass der strukturelle Wandel durch generative KI Adobes langjährige Marktstärke nachhaltig untergräbt. Diese Zweifel spiegeln sich in der Kursentwicklung der letzten zwölf Monate wider, in denen das Papier deutlich hinter vielen anderen KI-orientierten Technologiewerten zurückgeblieben ist.
Um die eigene Position im KI-Wettbewerb zu untermauern, betont Adobe verstärkt die Einbindung der generativen KI-Plattform Firefly in die eigenen Produkte und in Drittanbieter-Lösungen. Bisher dominiert an der Börse jedoch die Sorge, dass der zunehmende Wettbewerb die Margen belasten könnte.
Ausblick auf die nächsten Wochen
Mit der Wiedereröffnung der US-Märkte am Dienstag rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob der Verkaufsdruck der Vorwoche anhält oder ob sich der Kurs auf dem aktuell niedrigeren Niveau stabilisieren kann.
Der nächste zentrale Termin ist die Vorlage der Zahlen für das erste Quartal 2026 am 12. März. Bis dahin dürfte die Kursentwicklung vor allem von weiteren Analystenkommentaren und der allgemeinen Einschätzung zum Wettbewerb im Markt für Kreativsoftware geprägt bleiben. Die jüngste Serie von Abstufungen hat den Konsens spürbar in Richtung einer vorsichtigeren „Hold“-Haltung verschoben.
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