Adobe erlebt seinen längsten Kursrutsch seit Monaten. Sieben Handelstage in Folge ging es für die Aktie des Software-Konzerns abwärts – allein zwischen dem 9. und 16. Januar verlor der Titel rund 11,3 Prozent. Während der S&P 500 im gleichen Zeitraum nahezu stabil blieb (-0,38%), steht Adobe mittlerweile über 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Was die Verkaufswelle antreibt und wie tief die Korrektur noch reichen könnte.

Institutionelle Anleger unter Druck

Die anhaltende Schwäche trifft vor allem die institutionellen Investoren hart. Sie halten rund 83 Prozent aller Adobe-Aktien und mussten zuletzt einen Wertverlust von etwa 13 Milliarden Dollar verkraften. Die Konzentration der Eigentümerstruktur verschärft die Situation: Die Vanguard Group hält 9,9 Prozent der Anteile, der zweitgrößte Aktionär 9,7 Prozent. Die Top 25 Investoren kommen zusammen auf weniger als die Hälfte aller Aktien.

Diese Struktur schafft Verwundbarkeit. Geraten große Investoren nach längeren Verlusten unter Zugzwang, kann sich der Verkaufsdruck selbst verstärken. Genau das scheint derzeit zu passieren.

KI-Konkurrenz setzt Adobe zu

Als Hauptursache für die negative Stimmung gilt der verschärfte Wettbewerb im Bereich künstliche Intelligenz. Rivalen wie Canva haben ihre generativen KI-Funktionen massiv ausgebaut und greifen Adobes Position im Markt für Kreativ-Software an. Die Frage, ob Adobe seinen Burggraben verteidigen kann, beschäftigt zunehmend auch die Analysten. Etwa die Hälfte empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf, rund ein Drittel rät zum Halten. Eine kleinere Gruppe stuft Adobe mit Verkaufen ein – Begründung: langsameres Wachstum, Margendruck und eben jene neuen KI-Wettbewerber.

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Bewertung auf Mehrjahrestief

Die Verkaufswelle hat Adobe auf ein KGV von 17,7 gedrückt – gemessen am Gewinn der letzten zwölf Monate. Das Forward-KGV liegt sogar bei nur 12,6. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt im Februar 2025 notierte die Aktie bei 465,70 Dollar, aktuell bewegt sie sich nahe dem 52-Wochen-Tief von 295,42 Dollar.

Die Fundamentaldaten bieten durchaus Gegenwehr: Adobe erzielte in den letzten zwölf Monaten einen Umsatz von 23,77 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 89,3 Prozent und einer Nettomarge von 30 Prozent. Die Eigenkapitalrendite liegt bei soliden 55,4 Prozent.

Ausblick hält gegen

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Adobe ein Wachstum der wiederkehrenden Umsätze um 10,2 Prozent an. Analysten erwarten Erlöse von 26,02 Milliarden Dollar – ein Plus von 9,5 Prozent. Beim Gewinn je Aktie rechnen sie mit 23,44 Dollar, was einem Anstieg von 12 Prozent entspräche.

Unterstützung liefert die Nutzerbasis: Im Geschäftsjahr 2025 meldete Adobe einen Anstieg der monatlich aktiven Nutzer um über 15 Prozent – über alle Produkte hinweg, von Acrobat über Creative Cloud bis zu Firefly. Am 12. März 2026 legt der Konzern die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem eines bleiben: volatil.

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