Berenberg bestätigt sein "Hold"-Rating für Adidas – und sieht das Unternehmen trotzdem fundamental unterbewertet. Das klingt widersprüchlich, beschreibt aber ziemlich genau das Dilemma, in dem die Aktie steckt.

Günstig bewertet, aber niemand kauft

Analyst Nick Anderson von Berenberg hält nach einer Roadshow mit dem Management am Kursziel von 190 Euro fest. Der Tenor der Gespräche sei positiv gewesen, die Bewertung historisch niedrig. Trotzdem bleibt er bei "Hold" – weil die Anlegerstimmung das verhindert, was die Fundamentaldaten eigentlich hergeben würden.

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Der breitere Analystenkonsens fällt deutlich optimistischer aus: 28 von 38 erfassten Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das mittlere Kursziel liegt bei rund 198 Euro. Gemessen am aktuellen Kurs von 133,35 Euro entspricht das einem impliziten Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent.

DFB-Trikot trifft Nerv – zum letzten Mal

Operativ liefert das Fußballsegment gerade ein starkes Signal. Das neue blaue DFB-Auswärtstrikot für die WM 2026 übertraf seit dem Verkaufsstart am 20. März die Absatzzahlen des EM-Trikots von 2024. Pikant dabei: Es ist das letzte große Turnier, bei dem die Nationalmannschaft im Adidas-Dress aufläuft. Ab 2027 übernimmt Nike – für mindestens 100 Millionen Euro jährlich, doppelt so viel wie Adidas zuletzt zahlte.

Prognose unter Zolldruck

Für 2026 plant Adidas ein operatives Ergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro. Allerdings belasten US-Zölle und Wechselkurseffekte das Ergebnis mit geschätzten 400 Millionen Euro. Die angestrebte EBIT-Marge von 10 Prozent rückt damit in den Zeitraum 2027/2028 – ein Jahr später als ursprünglich erhofft. Erste Klarheit über den Jahresstart liefern die Q1-Zahlen am 29. April.

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