XRP: Fokus auf Institutionen
Ripple schiebt seine Krypto-Strategie deutlich in Richtung klassischer Finanzwelt. Mit dem offiziellen Start von „Ripple Treasury“ rückt XRP stärker in den Mittelpunkt professioneller Liquiditätssteuerung statt reiner Spekulation. Entscheidend ist dabei: Die Infrastruktur hinter XRP wird gezielt auf die Bedürfnisse von CFOs und Großkunden ausgerichtet.
Ripple Treasury als neues Bindeglied
Am Mittwoch hat Ripple „Ripple Treasury“ vorgestellt – eine Plattform, die klassisches Cash Management mit digitalen Assets verbindet. Grundlage ist die im Oktober 2025 abgeschlossene Übernahme von GTreasury für 1 Milliarde US‑Dollar. Ziel ist es, die mehr als 1.000 Unternehmenskunden von GTreasury, darunter zahlreiche Konzerne aus dem Fortune‑500-Universum, auf blockchainbasierte Zahlungs- und Liquiditätsprozesse zu ziehen.
Über die Plattform können Finanzchefs Liquidität über Fiat- und Krypto-Bestände hinweg zentral steuern. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Stablecoin RLUSD, der für grenzüberschreitende Zahlungen eingesetzt wird. Transaktionen über die XRP Ledger (XRPL) Infrastruktur sollen in 3 bis 5 Sekunden abgewickelt werden – ein deutlicher Vorteil gegenüber den typischen 3 bis 5 Tagen im klassischen Korrespondenzbankensystem.
Zusätzlich bindet Ripple Treasury über Ripple Prime API-basierten Zugang zu Repo-Märkten und Geldmarktfonds ein. Damit positioniert sich XRP gemeinsam mit RLUSD als technischer Unterbau für Treasury-Funktionen, die bislang ausschließlich im traditionellen Finanzsystem verankert waren.
M&A als Fundament für das XRP-Ökosystem
Die Einführung von Ripple Treasury ist das sichtbare Ergebnis einer breiteren Übernahmestrategie. Neben GTreasury stärkt insbesondere der 1,25 Milliarden US‑Dollar schwere Kauf von Hidden Road im Jahr 2025 die Infrastruktur rund um XRP.
Beide Akquisitionen sollen die nötige Liquidität und einen belastbaren regulatorischen Rahmen für hochvolumigen institutionellen Handel und Abwicklung schaffen. Aus einem vor allem spekulativ gehandelten Token wird so schrittweise ein Baustein für Bilanz- und Liquiditätsmanagement auf Unternehmensebene.
Regulatorische Fortschritte und neue Märkte
Auf der Regulierungsseite meldet Ripple wichtige Meilensteine in Europa. Das Unternehmen hat in Großbritannien eine Lizenz als Electronic Money Institution (EMI) erhalten und in Luxemburg eine vorläufige Genehmigung der Aufsicht. Diese Lizenzen eröffnen den Weg, Zahlungsdienste auf XRP- und Stablecoin-Basis regulierungskonform in der EU und darüber hinaus auszurollen.
In den USA richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf den im Juli 2025 bei der Bankenaufsicht OCC eingereichten Antrag auf eine Banklizenz. Eine Genehmigung wäre ein Novum für ein Krypto-natives Unternehmen mit direktem Zugang zu einem bundesweit gültigen Bank-Charter und würde die Position von XRP im institutionellen Umfeld weiter stärken.
Parallel nimmt der Nahe Osten an Fahrt auf. Am 26. Januar 2026 hat Ripple eine Partnerschaft mit Jeel, einer Tochter der Riyad Bank, bekannt gegeben. Im Zentrum stehen mögliche Blockchain-Zahlungskorridore in Saudi-Arabien. Damit testet ein staatlich geprägtes Finanzsystem XRPL-Technologie auf Ebene grenzüberschreitender Zahlungen im Bankensektor.
Marktumfeld und On-Chain-Dynamik
Trotz der strategischen Fortschritte bewegt sich der XRP-Kurs derzeit nur in einem engen Korridor. Mit rund 1,91 US‑Dollar liegt die Kryptowährung deutlich unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 3,04 US‑Dollar, aber nur knapp über dem Tief der letzten zwölf Monate. Der RSI von 28,8 signalisiert kurzfristig einen überverkauften Bereich, was die zuletzt eher verhaltene Kursentwicklung unterstreicht.
Wichtiger als die kurzfristige Preisschwankung ist für viele Beobachter jedoch der strukturelle Wandel auf der Blockchain selbst. Das Verhältnis verschiebt sich weg von rein spekulativem Handelsvolumen hin zu Transaktionen, die aus Unternehmens-Treasury-Flows und RLUSD-gestützten Zahlungen stammen. Für die Bewertung von XRP rückt damit stärker in den Vordergrund, welchen wirtschaftlichen Nutzen das Netzwerk für professionelle Nutzer stiftet.
Zentral bleibt das Leistungsversprechen des XRPL: sofortige Liquidität und schnelle, grenzüberschreitende Abwicklung ohne Vorfinanzierung von Konten. Dass mit Jeel und der Riyad Bank erste große Finanzakteure aus dem klassischen System andocken, zeigt, wie sich die Lücke zwischen dezentraler Ledger-Technologie und etabliertem Bankwesen schrittweise schließt. In den kommenden Quartalen wird sich vor allem daran messen lassen, wie stark Ripple Treasury und die damit verbundene Infrastruktur tatsächlich im Alltag großer Unternehmen ankommt.
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