XRP: Ernüchternder Jahresstart
Ripple hat im März 2026 planmäßig eine Milliarde XRP aus dem Escrow freigegeben – im Wert von über 1,3 Milliarden Dollar. Die Reaktion des Marktes? Praktisch null. Während die Token-Freigabe routinemäßig über die Bühne ging, kämpft XRP mit einem schwachen Jahresstart und einer Serie roter Monate. Gleichzeitig könnte eine regulatorische Weichenstellung die Richtung für die kommenden Monate bestimmen.
Milliarden-Freigabe ohne Marktreaktion
Whale Alert verzeichnete drei Transaktionen über 200 Millionen, 300 Millionen und 500 Millionen XRP – Teil von Ripples monatlichem Liquiditätsprogramm. Insgesamt hält das Unternehmen laut XRPL Services rund 32,91 Milliarden XRP, etwa 32 Prozent des Gesamtangebots. Der Gegenwert: über 45 Milliarden Dollar zu aktuellen Kursen.
Die Freigabe verlief ereignislos. XRP bewegte sich lediglich um 0,9 Prozent nach oben und verharrte in einer engen Spanne. Der Token notiert derzeit bei 1,36 Dollar – weit entfernt von den Hochs des vergangenen Jahres.
Fünf rote Monate in Folge
XRP schloss den Februar mit einem Minus von 16,45 Prozent ab – der fünfte Verlustmonat in Serie. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 26 Prozent zu Buche. Vom Julihoch 2025 bei 3,65 Dollar hat der Token 62 Prozent eingebüßt.
Die Schwäche ist nicht isoliert. Präsident Trumps Ernennung von Kevin Warsh zum designierten Fed-Chef sorgte für Ernüchterung bei Krypto-Investoren. Warsh gilt als Kritiker der lockeren Geldpolitik – das Gegenteil dessen, was der Markt erhofft hatte. Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung zeigen zudem, dass weitere Zinssenkungen unwahrscheinlich sind und Zinserhöhungen im Raum stehen.
CLARITY Act als Wendepunkt?
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?
Die entscheidende Variable für XRP bleibt der CLARITY Act. Ripple-CEO Brad Garlinghouse schätzt die Chancen auf eine Verabschiedung bis April auf 80 Prozent. Das Gesetz würde XRP als digitale Ware klassifizieren – ein Schritt, der US-Banken die Nutzung von Ripples On-Demand Liquidity (ODL) ermöglichen und den Weg für weitere ETF-Produkte ebnen würde.
Über 300 Banken sind im RippleNet aktiv, doch die meisten nutzen lediglich Ripples Messaging-Infrastruktur, ohne XRP einzusetzen. Die Integration der Deutschen Bank im Februar 2026 folgt diesem Muster. Nur etwa 40 Prozent der Partner verwenden ODL, bei dem XRP als Brückenwährung dient. Wenn eine Bank zu ODL wechselt, wird jede grenzüberschreitende Zahlung in XRP konvertiert, über das Ledger bewegt und wieder umgewandelt – ein Mechanismus, der Kaufdruck erzeugt.
Späte Kapitulationsphase
Der Net Unrealized Profit and Loss (NUPL)-Indikator zeigt, dass sich XRP weiterhin in der Kapitulationszone befindet. Die Mehrheit der Halter sitzt auf unrealisierten Verlusten – historisch betrachtet ein Merkmal später Abwärtsphasen. Standard Chartered senkte seine XRP-Prognose für 2026 drastisch von 8 auf 2,80 Dollar.
Auf der anderen Seite verzeichneten Spot-XRP-ETFs in der Woche vom 23. bis 27. Februar Nettozuflüsse von 9,55 Millionen Dollar. Bitcoin-ETFs zogen im selben Zeitraum 787 Millionen Dollar an, Ethereum 80,46 Millionen und Solana 44,44 Millionen Dollar. Laut Canary-Capital-Chef Steven McClurg könnte ein XRP-ETF-Vermögen von 3 Milliarden Dollar ausreichen, um BlackRock zu einer Antragstellung zu bewegen.
Konsolidierung wahrscheinlicher als Extremszenarien
Für die kommenden Monate zeichnet sich eine Konsolidierung zwischen 1,30 und 2,00 Dollar als wahrscheinlichstes Szenario ab. Die Frage ist, ob der CLARITY Act noch vor der heißen Phase des Midterm-Wahlkampfs durchkommt. Die historische Saisonalität spricht für März – in den vergangenen zwölf Jahren lieferte der Monat durchschnittlich 18 Prozent Rendite für XRP. Ob das diesmal ausreicht, um die Durststrecke zu beenden, hängt von Washington ab.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








