Ripple entsperrt zum Jahresauftakt eine Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto – ein Vorgang, der bei jedem Unlock für Diskussionen sorgt. Doch diesmal ist die Ausgangslage anders: Die Börsenbestände sind auf einem Achtjahrestief, ETFs verzeichnen Rekordzuflüsse und am 15. Januar steht eine entscheidende Gesetzesinitiative zur Abstimmung. Während der Kurs bei rund 1,87 Dollar dümpelt, verdichten sich die Signale für eine größere Bewegung.

Das Treuhandkonto und die Realität

Am 1. Januar 2026 gibt Ripple planmäßig eine Milliarde XRP frei – bei aktuellem Kurs etwa 1,9 Milliarden Dollar. Die Schlagzeile klingt dramatisch, die Praxis sieht anders aus. Ripple sperrt historisch zwischen 60 und 80 Prozent der freigegebenen Token umgehend wieder ein. Im Dezember wanderten etwa 70 Prozent zurück ins Treuhandkonto.

Tatsächlich dürften also nur 300 bis 400 Millionen XRP potenziell liquiditätswirksam werden. Die weitaus interessantere Entwicklung spielt sich auf einer anderen Ebene ab: Die XRP-Bestände an Börsen sind von vier Milliarden zu Jahresbeginn 2025 auf derzeit nur noch 1,5 bis 1,6 Milliarden gefallen – ein Rückgang von 62 Prozent.

ETFs als Kurstreiber

Seit dem Start der US-amerikanischen Spot-XRP-ETFs im November 2025 verzeichnen die Produkte über 30 aufeinanderfolgende Tage mit Nettozuflüssen. Insgesamt flossen mehr als 1,25 Milliarden Dollar in die Fonds – ohne einen einzigen Tag mit Abflüssen. Der Canary XRP ETF erzielte am ersten Handelstag ein Volumen von 58 Millionen Dollar, der stärkste Start aller Krypto-ETFs des Jahres 2025.

Diese konstante institutionelle Nachfrage trifft auf schrumpfendes Angebot an den Börsen. Geoffrey Kendrick, Leiter der Digital-Asset-Forschung bei Standard Chartered, sieht XRP Ende 2026 bei 8 Dollar – ein Kurspotenzial von rund 330 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

CLARITY Act als Katalysator

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Am 15. Januar beginnt im Bankenausschuss des Senats die Ausschussberatung zum CLARITY Act. Das Gesetz soll die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC bei digitalen Assets klar abgrenzen und könnte XRP endgültig als Rohstoff klassifizieren statt als Wertpapier.

Prognosemärkte zeigen wachsendes Vertrauen: Kalshi beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung vor Mai 2026 auf 69 Prozent. Der Rechtsstreit mit der SEC endete im August 2025 mit einem Vergleich, doch ein klarer gesetzlicher Rahmen würde zusätzliche Unsicherheit beseitigen und weiteren institutionellen Zugang ermöglichen.

Zwiespältige Signale

Trotz positiver Fundamentaldaten zeigt die On-Chain-Aktivität Schwäche. Die täglich aktiven Nutzer des XRP Ledgers sind von über 600.000 im März 2025 auf etwa 38.500 Ende Dezember eingebrochen. Das Open Interest auf Binance fiel auf 453 Millionen Dollar – den niedrigsten Stand seit Anfang 2024.

Der Kurs bewegt sich seit Mitte November in einer Range zwischen 1,73 und 2,32 Dollar. Ein Durchbruch über 1,92 Dollar könnte kurzfristig für Entspannung sorgen, während ein Rutsch unter 1,85 Dollar weiteren Abwärtsdruck auslösen dürfte.

Am 15. Januar könnte die CLARITY-Act-Beratung erste Richtungssignale liefern. Die Diskrepanz zwischen starken Zuflüssen und schwacher Kursentwicklung deutet darauf hin, dass sich der Markt auf eine deutliche Bewegung vorbereitet.

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