XRP hat nach einem starken Start ins Jahr 2026 einen spürbaren Dämpfer erhalten. Kurzfristig dominieren Gewinnmitnahmen, wachsende Unsicherheit und schwächere technische Signale. Gleichzeitig laufen im Hintergrund wichtige Weichenstellungen in Regulierung und Ökosystem, die das langfristige Bild deutlich komplexer machen.

Technisches Bild: Unterstützung im Fokus

In der zurückliegenden Woche hat XRP deutlich von seinen Januar-Hochs nachgegeben. Der Coin notiert aktuell unter zentralen gleitenden Durchschnitten – ein Zeichen, dass der zuletzt eher abwärtsgerichtete Trend noch intakt ist.

Besonders im Blick der Trader steht die Unterstützungszone knapp über dem jüngsten Jahrestief. XRP kostet derzeit 1,92 US‑Dollar und liegt damit nur rund 6 % über dem 52‑Wochen-Tief, während der Abstand zum Hoch bei gut 37 % liegt. Fällt der Kurs nachhaltig aus dieser Spanne nach unten, verweisen einige Analysten auf das Risiko einer deutlicheren Korrektur.

Dazu passt: Der RSI auf 14‑Tage-Basis liegt bei 28,8 und signalisiert ein überverkauftes Niveau. In Kombination mit einer hohen 30‑Tage-Volatilität von fast 57 % ist die Nervosität am Markt klar erkennbar.

Parallel hat sich die Stimmung laut Social-Media-Auswertungen von „Gier“ zu „extremer Angst“ gedreht. Solche Stimmungsumschwünge gelten zwar oft als Kontraindikator, machen aber auch deutlich, wie groß die Unsicherheit unter Privatanlegern derzeit ist.

On-Chain-Daten: Hohe Aktivität, erste Bremsspuren

Ein Blick auf die On-Chain-Metriken des XRP Ledgers zeichnet ein gemischtes Bild. Die Zahl der Transaktionen auf der Blockchain ist in den vergangenen Monaten deutlich und anhaltend gestiegen. Aktuell verarbeitet das Netzwerk weiterhin etwa 1,5 bis 1,8 Millionen Transaktionen pro Tag – ein beachtliches Aktivitätsniveau.

Zuletzt zeigt sich jedoch eine Abschwächung beim Wachstum der Zahlungsaktivität. Genau diese Kombination – hoher Stand, aber stagnierendes Wachstum – sehen manche Analysten kritisch. In der Vergangenheit ging ein Höhepunkt der Netzwerkaktivität gefolgt von einer Seitwärtsbewegung gelegentlich einem Kursrückgang voraus. Ein Automatismus ist das zwar nicht, als Warnsignal wird es aber durchaus wahrgenommen.

Ökosystem: Partnerschaften und neue Anwendungsfälle

Abseits der kurzfristigen Kursbewegungen arbeitet das XRP-Ökosystem an seiner langfristigen Positionierung.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?

Im Zentrum steht eine neue Kooperation zwischen Ripple und DXC Technology. Ziel ist es, Blockchain-Technologie in die Hogan-Core-Banking-Plattform von DXC zu integrieren. Diese Plattform verwaltet über 300 Millionen Einlagenkonten mit mehr als 5 Billionen US‑Dollar an Kundeneinlagen weltweit. Gelingt die technische Umsetzung im großen Maßstab, wäre das ein wichtiger Schritt hin zu breiterer institutioneller Nutzung auf Basis der XRP-Infrastruktur.

Parallel wurde auf einer EVM-kompatiblen Sidechain des XRP Ledgers der erste XRP-basierte Prediction Market gestartet. Solche Anwendungen zielen stärker auf Privatanleger und sollen den praktischen Nutzen von XRP im Alltag der Nutzer erhöhen, etwa durch Wetten auf Ereignisse oder Kursverläufe in einer dezentralen Umgebung.

Diese Projekte liefern Argumente für diejenigen, die bei XRP vor allem auf den Ausbau realer Anwendungsfälle und Netzwerkeffekte setzen.

Regulierung: Mehr Klarheit, mehr Chancen?

Auch regulatorisch bewegt sich einiges – mit potenziell weitreichenden Folgen für die Wahrnehmung und Nutzung von XRP.

In Japan soll XRP Berichten zufolge als reguliertes Finanzprodukt unter dem Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) eingestuft werden. Die Umsetzung wird frühestens im zweiten Quartal 2026 erwartet. Eine solche Einstufung würde den rechtlichen Rahmen deutlich präziser machen und könnte den Zugang für institutionelle Investoren im Land erleichtern.

In den USA richtet sich der Blick der Branche auf den sogenannten CLARITY Act. Ripple-CEO Brad Garlinghouse zeigt sich zuversichtlich, dass das Gesetz letztlich verabschiedet wird und sieht darin einen wichtigen Hebel für neue Höchststände am Kryptomarkt im Jahr 2026 – getragen von mehr regulatorischer Sicherheit und weiter wachsender institutioneller Nachfrage.

Ein Vorgeschmack darauf ist bereits sichtbar: Die im November gestarteten Spot-XRP-ETFs haben in den ersten 50 Tagen mehr als 1 Milliarde US‑Dollar eingesammelt. Dieses Tempo unterstreicht, dass das Interesse institutioneller Anleger an regulierten XRP-Investmentvehikeln deutlich gestiegen ist.

Fazit: Kurzfristige Schwäche, langfristig offener Ausgang

Kurzfristig bleibt XRP technisch angeschlagen und schwankungsanfällig. Der Kurs notiert nahe der unteren Handelsspanne, die Stimmung ist aufgeheizt, und On-Chain-Daten senden ein vorsichtiges Signal.

Dem gegenüber stehen strukturelle Entwicklungen: eine große Banking-Partnerschaft mit DXC, neue Retail-Anwendungen auf dem XRP Ledger, anziehende ETF-Zuflüsse und absehbar mehr Regulierungsklarheit in wichtigen Märkten wie Japan und den USA. In den kommenden Monaten dürfte sich zeigen, wie stark diese fundamentalen Faktoren die aktuelle Schwächephase ausgleichen und den weiteren Kursverlauf von XRP prägen.

XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...