XRP steckt in einem Spannungsfeld aus US-Regulierung, starken Zuflüssen in neue Spot-ETFs und wachsender Nutzung der eigenen Blockchain. Während der Kurs nach einer Rally im Januar wieder etwas Luft ablässt, bleibt eine Marke besonders wichtig: die Region um 2 US-Dollar. Entscheidend ist nun, ob fundamentale Faktoren wie On-Chain-Wachstum und institutionelle Nachfrage diese Zone dauerhaft stabilisieren können.

Kursbild und Marktstimmung

In den vergangenen Tagen verzeichnete XRP mehrere Verlusttage in Folge – belastet vor allem durch Widerstand großer US-Banken gegen kryptofreundliche Gesetzesinitiativen. Trotzdem hält sich der Coin weiter über der psychologisch wichtigen 2‑Dollar-Schwelle, aktuell bei 2,08 US‑Dollar. Auf Monatssicht steht noch ein Plus, seit Jahresbeginn liegt XRP rund 11 % vorne; vom 52‑Wochen-Hoch bei 3,04 US‑Dollar ist der Kurs allerdings gut 30 % entfernt.

Ein wichtiger Stabilisator sind die starken Zuflüsse in US-Spot-ETFs auf XRP. Diese Produkte sorgen für stetige Nachfrage und haben geholfen, die Unterstützung im Bereich um 2 US‑Dollar bislang zu verteidigen. Anfang Januar war XRP im Zuge dieser ETF-Euphorie bis in den Bereich um 2,30 US‑Dollar gelaufen, bevor Gewinnmitnahmen und der regulatorische Gegenwind die Dynamik bremsten.

Die Stimmung am Markt ist gespalten. Ein Teil der Beobachter interpretiert die aktuelle Seitwärts- bis Abwärtsphase als normale Konsolidierung nach dem Anstieg. Andere warnen vor erhöhten Risiken durch hohen Hebel im Derivatemarkt: Die offenen Positionen in XRP-Futures summieren sich auf rund 4,03 Milliarden US‑Dollar, was bei plötzlichen Bewegungen für zusätzliche Volatilität sorgen kann. Gleichzeitig zeigt die Blockchain-Datenlage, dass große Adressen („Wale“) weiter zukaufen: Wallets mit mindestens einer Million XRP haben in der vergangenen Woche über 50 Millionen Token eingesammelt – ein Hinweis auf langfristige Positionierung größerer Akteure.

Regulierung als zentraler Treiber

Die Entwicklung des regulatorischen Rahmens in den USA ist derzeit einer der wichtigsten Einflussfaktoren für XRP. Im Mittelpunkt steht der sogenannte „Market Structure Bill“, ein Gesetzesentwurf, der den Umgang mit digitalen Assets klarer regeln soll. Verzögerungen bei kryptofreundlichen Regelungen gelten als Bremsklotz für die Nachfrage, insbesondere von regulierten Finanzinstituten.

Besondere Aufmerksamkeit erhält ein Entwurf im US-Senat, der große Digitalwerte wie XRP als „non-ancillary“ einstufen könnte. Diese Kategorie würde den Coin regulatorisch näher an Bitcoin und Ethereum rücken und ihn faktisch aus der Wertpapier-Schublade holen. Genau diese Klarheit gilt vielen Investoren als Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und breitere institutionelle Beteiligung.

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Rückblickend war bereits die Beilegung der SEC-Klage gegen Ripple im Jahr 2025 ein Wendepunkt. Mit dem Wegfall der Rechtsunsicherheit wurde der Start der Spot-ETFs erst möglich – ein Katalysator, der XRP in den institutionellen Fokus gerückt hat.

Netzwerk und Ökosystem ziehen an

Parallel zur Regulierungsebene zeigt sich auf der Blockchain selbst ein deutliches Plus an Aktivität. Auf dem XRP Ledger (XRPL) sind die täglichen Transaktionen zuletzt auf ein Sechsmonatshoch von 1,45 Millionen gestiegen. Genutzt wird das Netzwerk zunehmend für Zahlungen, tokenisierte Vermögenswerte und DeFi-Anwendungen.

Damit entsteht eine interessante Diskrepanz: Die tatsächliche Nutzung wächst spürbar, während der Kurs diese Entwicklung bisher nur begrenzt widerspiegelt. Diese Lücke zwischen Fundamentaldaten und Bewertung könnte sich mittelfristig schließen – in welche Richtung, hängt maßgeblich von der weiteren Kapitalzufuhr und der Regulierung ab.

Ripple als Treiber hinter dem Ökosystem setzt weiter auf Partnerschaften und Infrastruktur. Über das University Digital Asset Xcelerator (UDAX)-Programm mit der University of California, Berkeley, werden konkrete Anwendungsfälle auf dem XRPL gefördert, etwa in den Bereichen tokenisierte Märkte, dezentrale Versicherungen und Zahlungsanwendungen. Zudem baut Ripple seine globale Aufstellung aus, unter anderem durch Zukäufe im Bereich Finanzinfrastruktur und mehr als 75 Lizenzen weltweit für digitale Asset-Dienstleistungen.

Ein weiterer Baustein: Neue DeFi-Plattformen, auf denen Anleger XRP staken und Rendite erzielen können. Solche Angebote schaffen einen Anreiz, Bestände länger zu halten und dem Markt kurzfristige Verkaufsliquidität zu entziehen.

Institutionelle Zuflüsse als Stütze

Besonders auffällig sind die Mittelzuflüsse in die neuen XRP-Spot-ETFs. Seit dem Start haben diese Produkte netto über 1,28 Milliarden US‑Dollar eingesammelt und damit vergleichbare Angebote auf Bitcoin und Solana in diesem Zeitraum übertroffen. Diese Kapitalströme gelten als klares Signal institutioneller Nachfrage.

Die ETFs wirken dabei gleich doppelt: Zum einen eröffnen sie regulierten Anlegern einen einfachen Zugang zu XRP, zum anderen stabilisieren sie durch die stetige Nachfrage wichtige Unterstützungszonen im Chart. Dass der Coin trotz kurzfristiger Rückschläge weiterhin über dem Bereich von 2 US‑Dollar notiert und nahe an seinem 50‑Tage-Durchschnitt von 2,02 US‑Dollar liegt, passt zu diesem Bild.

Mit Blick auf die nächsten Wochen dürften drei Faktoren im Mittelpunkt stehen: der Fortgang der US-Gesetzgebungsprozesse, die Entwicklung der ETF-Zuflüsse und die weitere Aktivität auf dem XRP Ledger. Wie diese drei Stränge zusammenlaufen, wird entscheidend dafür sein, ob sich die aktuelle Konsolidierung in eine neue Aufwärtsphase verwandelt oder längere Seitwärtsbewegungen folgen.

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