XRP: Absturz verschärft sich
Der digitale Vermögenswert XRP durchlebt eine seiner schwierigsten Phasen seit Monaten. Ende Februar brach der Kurs deutlich ein und fiel unter eine wichtige technische Unterstützung – während im Hintergrund regulatorische Weichenstellungen und institutionelle Entwicklungen voranschreiten, die das fundamentale Bild prägen könnten.
Technischer Zusammenbruch nach monatelanger Schwäche
Am 28. Februar verlor XRP 9,1 Prozent und rutschte von 1,42 auf 1,30 Dollar ab. Entscheidend war der Bruch der Unterstützungszone bei 1,36 Dollar, der das verkaufsseitige Momentum verstärkte. Ein Erholungsversuch im Bereich von 1,32 bis 1,33 Dollar scheiterte schnell – die ehemalige Unterstützung fungiert nun als Widerstand.
Der Rückgang ist Teil eines größeren Abwärtstrends seit dem Juli-Hoch 2025. XRP verzeichnete im Februar den fünften Verlustmonat in Folge und notiert weiterhin deutlich unter der Marke von 1,50 Dollar. Technisch zeigt sich ein Muster aus tieferen Hochs und gescheiterten Erholungen.
Marktbeobachter haben den Bereich um 1,30 Dollar als kurzfristige Unterstützung im Blick. Ein weiterer Bruch könnte Abwärtspotenzial bis 1,20 Dollar eröffnen. Der Net Unrealized Profit and Loss-Indikator signalisiert, dass die Mehrheit der Halter Verluste verbucht – eine Phase, die typischerweise die späte Phase eines Abwärtstrends markiert.
Regulatorische Entscheidung steht bevor
Parallel zur technischen Schwäche rückt in Washington eine möglicherweise wegweisende Entwicklung näher. Der Clarity Act steht vor einer Abstimmung, nachdem das Weiße Haus eine Frist bis 1. März gesetzt hatte, um einen Streit über Stablecoin-Erträge zu klären. Ripple-CEO Brad Garlinghouse beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung bis April auf 80 Prozent.
Sollte das Gesetz durchkommen, würde XRP als digitaler Rohstoff eingestuft – ein Status, der US-Banken die Nutzung von Ripples On-Demand-Liquidity-Lösung ermöglichen und den Weg für ETF-Produkte ebnen würde. BNY Mellon verwahrt bereits den Ripple-Stablecoin RLUSD, während Fidelity, Citi und Franklin Templeton Berichten zufolge ebenfalls Interesse am XRP-Ökosystem zeigen.
ETF-Zuflüsse trotzen dem Preisverfall
Die Kursschwäche spiegelt sich nicht in den Kapitalflüssen der XRP-Spot-ETFs wider. Im Februar verzeichneten diese Produkte Zuflüsse von über 58 Millionen Dollar – deutlich mehr als die 15,5 Millionen im Januar. Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Nettomittelabflüssen.
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Canary's XRPC verwaltet über 259 Millionen Dollar, Bitwise's XRP über 257 Millionen und Franklin's XRPZ über 227 Millionen Dollar. Bitcoin- und Ethereum-ETFs hingegen mussten im Januar weiterhin Abflüsse hinnehmen – ein bemerkenswerter Kontrast in der institutionellen Nachfrage.
Tokenisierung realer Vermögenswerte nimmt Fahrt auf
Abseits der Preisbewegungen positioniert sich das XRP Ledger im Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte. Mit über 200 Projekten und mehr als 2 Milliarden Dollar tokenisierten Assets liegt die Plattform vor Solana (1,8 Milliarden) und Polygon (1,3 Milliarden). Die wichtigsten Kategorien sind Stablecoins, US-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Private Equity.
Anfang Februar gaben Ctrl Alt und Billiton Diamond bekannt, zertifizierte Diamanten im Wert von umgerechnet 280 Millionen Dollar in den VAE über das XRP Ledger tokenisiert zu haben. Die Stablecoin-Menge auf der Plattform stieg binnen 30 Tagen um 1,4 Prozent auf 340 Millionen Dollar, das Transfervolumen kletterte um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar – dies während eines breiten Krypto-Markteinbruchs.
Strukturumbau und institutionelle Ausrichtung
Ripple strukturiert seine Unterstützung für Entwickler neu. Nach über 550 Millionen Dollar an Investitionen seit 2017 setzt das Unternehmen 2026 verstärkt auf dezentrale Förderstrukturen. Der University Digital Asset Xcelerator weitet sich auf die Fundação Getulio Vargas in São Paulo und die Universität Oxford aus. Mit XRP Asia entsteht zudem eine regionale Einheit für den asiatisch-pazifischen Raum.
Ein neues FinTech Builder Program soll Gründer in Bereichen wie Stablecoin-Zahlungen, Tokenisierung und regulierte Finanzdienstleistungen unterstützen. Ripple plant außerdem die Entwicklung von Features speziell für Finanzinstitute, darunter dezentrale Vermögensmärkte mit verifizierbaren Identitäten und ein natives Kreditprotokoll.
Die nächsten Wochen dürften entscheidend sein: Die Abstimmung über den Clarity Act und die Frage, ob die Kursunterstützungen halten, werden den weiteren Verlauf für XRP in diesem Jahr maßgeblich prägen.
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