Der Ölpreis setzt seinen Höhenflug am Montag fort und knackt die Marke von 102 US-Dollar. Dahinter steckt eine gefährliche Ausweitung des Nahost-Konflikts, die nun auch zentrale Handelswege direkt bedroht. Während die Diplomatie stagniert, preisen Händler zunehmend das Szenario einer massiven Versorgungsunterbrechung ein.

Eskalation an der Straße von Hormus

Die Lage rund um die wichtigste maritime Handelsstraße der Welt verschärft sich zusehends. Berichte über Raketenangriffe der Huthi-Rebellen auf Israel haben die Nervosität an den Märkten am Wochenende weiter angeheizt. Da durch die Straße von Hormus rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots fließen, reagieren Investoren hochempfindlich auf jede Bedrohung der Schifffahrt.

Analysten von J.P. Morgan beziffern allein den Effekt der Huthi-Beteiligung auf eine Risikoprämie von etwa 20 US-Dollar pro Barrel. Parallel dazu flüchten Anleger aus Aktien, was sich in fallenden US-Index-Futures widerspiegelt. Die Sorge vor einer weitreichenden Blockade dominiert aktuell das Geschehen.

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Politischer Druck und Versorgungsengpässe

Zusätzliche Dynamik erhält die Preisbewegung durch die Rhetorik aus Washington. US-Präsident Donald Trump deutete in einem Interview an, dass die USA iranische Ölanlagen besetzen könnten, wobei er den zentralen Exportknotenpunkt Kharg Island nannte.

Zwar signalisierte der Iran laut US-Angaben grundsätzliche Bereitschaft für einen Friedensplan, die Realität vor Ort sieht jedoch anders aus. Die Entsendung von 3.500 zusätzlichen US-Soldaten und eine faktische Blockade der Seewege sorgen für eine akute Verknappung des Angebots. Dieser Druck kommt bereits beim Verbraucher an: In den USA steuern die Benzinpreise auf die Marke von 4,00 Dollar pro Gallone zu, was die wirtschaftlichen Aussichten eintrübt.

Momentum testet Widerstände

Aus technischer Sicht rückt nun die Marke von 103 US-Dollar in den Fokus. Nachdem WTI die psychologisch wichtige 100-Dollar-Hürde mit Überzeugung genommen hat, ist das Aufwärtsmomentum stark. Die Volatilität bleibt dabei auf Extremwerten.

Sollte der Preis sich stabil über 100 Dollar halten, liegen die nächsten Ziele bei den Mehrjahreshochs vom Monatsanfang. Ein plötzlicher diplomatischer Durchbruch könnte hingegen einen Test der Unterstützung bei 95 Dollar auslösen. Händler achten in der nächsten Sitzung vor allem auf neue Entwicklungen zur Sicherheit der Tankerrouten und Details zu möglichen Verhandlungen.

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