Der Siliziumkarbid-Spezialist Wolfspeed kämpft sich durch das Insolvenzverfahren – und zeigt dabei gemischte Signale. Am 25. August präsentierte das Unternehmen die Zahlen für das vierte Quartal 2025, während die Aktie weiter am Boden liegt.

Mohawk Valley Fab verdoppelt Umsatz

Der Konzernumsatz sank im vierten Quartal um 2 Prozent auf 197 Millionen Dollar. Doch ein Lichtblick sticht hervor: Die neue Mohawk Valley Fab steigerte ihren Umsatz von 41 auf 94,1 Millionen Dollar – mehr als eine Verdopplung.

Trotzdem blieb die Profitabilität ein Problemfeld. Die Bruttomarge rutschte auf minus 13 Prozent ab, nachdem sie im Vorjahr noch bei plus 1 Prozent gelegen hatte. Grund waren Unterauslastungskosten von 23,6 Millionen Dollar.

Der Verlust je Aktie weitete sich drastisch auf 4,30 Dollar aus – nach 1,39 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Jahresbilanz belastet Investoren

Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 brach der Umsatz von 807 auf 758 Millionen Dollar ein. Die Bruttomarge drehte tief ins Minus: Von plus 10 Prozent stürzte sie auf minus 16 Prozent ab.

Besonders schmerzhaft für die Aktionäre: Der Jahresverlust explodierte von 4,56 auf 11,39 Dollar je Aktie.

Chapter 11: Licht am Ende des Tunnels?

Seit dem 30. Juni läuft das vorverhandelte Insolvenzverfahren. CEO Robert Feurle, der erst im März das Ruder übernommen hatte, zeigt sich optimistisch: "Unser nächster wichtiger Meilenstein ist die gerichtliche Genehmigung unseres Reorganisationsplans im nächsten Monat."

Die bestehenden Aktionäre müssen allerdings schmerzhafte Verluste hinnehmen – sie sollen nur noch 3 bis 5 Prozent der neuen Aktien erhalten.

Personalkarussell dreht sich weiter

Das Management wurde komplett umgekrempelt. Im Juli ernannte Wolfspeed Gregor van Issum zum neuen Finanzchef, der seine Position am 1. September antritt. Auch Bret Zahn und Dr. David Emerson verstärkten die Führungsriege.

Können diese Köpfe die Wende schaffen? Die Aktie jedenfalls hat fast 89 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten verloren und notiert bei mageren 1,19 bis 1,29 Dollar.

Milliardenschwere Design-Ins als Hoffnungsträger

Trotz aller Probleme verfügt Wolfspeed über einen Trumpf: Das Unternehmen hält Design-Ins im Wert von rund 30 Milliarden Dollar für Elektrofahrzeuge und Industrieanwendungen. Allein im zweiten Quartal kamen 1,5 Milliarden Dollar an neuen Aufträgen hinzu.

Das Management peilt die Gewinnschwelle bei 800 Millionen Dollar Jahresumsatz an und will bis 2026 einen positiven operativen Cashflow von 200 Millionen Dollar erreichen.

Die kommenden Wochen werden entscheidend: Genehmigt das Gericht den Reorganisationsplan, könnte Wolfspeed gestärkt aus der Krise hervorgehen.

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