Die Wiener Aktienindizes gaben am Montag zu Mittag kräftig nach und bauten die Verluste aus der Früh noch deutlich aus. Wie bereits am Freitag lastete die Angst vor neuen US-Zöllen auf der Anlegerstimmung. Der heimische Leitindex ATX gab zuletzt 2,45 Prozent nach auf 4.073,50 Punkte. Der marktbreitere ATX Prime büßte 2,38 Prozent ein bei 2.047,82 Zählern.

Am Mittwoch will US-Präsident Donald Trump ein groß angelegtes Zollpaket verkünden. So dürften reziproke Zölle gegen alle Länder angekündigt werden, wie Trump jüngst bekräftigte. Nach dem 2. April sei er aber zu "Deals" mit Ländern, die die US-Zölle vermeiden wollen, bereit.

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Ganz unten im Prime Segment standen die ex-Dividende gehandelten Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) und von Andritz, die um 7,9 bzw. 7,2 Prozent nachgaben.

Porr-Titel gaben zwei Prozent nach. Analysten von Warburg Research haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Baukonzerns Porr von 29,00 auf 36,00 Euro je Aktie erhöht. Der zuständige Experte Philipp Kaiser hat weiters die Kaufempfehlung "Buy" bestätigt.

Anteile der CPI Europe AG gaben 0,6 Prozent nach. Am Freitag nach Börsenschluss hat die frühere Immofinanz AG erstmals unter ihrem neuen Namen Bilanz gelegt. Nach einer Stabilisierung des Umfelds und Neubewertungen wurde fürs Jahr 2024 nun ein Konzerngewinn von 133,5 Mio. Euro verbucht, teilte CPI Europe Freitagabend mit.

Deutlich zulegen konnten dagegen die Papiere von Pierer Mobility mit plus 1,1 Prozent. Bis Ende März braucht das Tochterunternehmen - der insolvente Motorradhersteller KTM - weiteres Geld, um den Betrieb im April und Mai zu sichern. Insgesamt werden dafür 100 Mio. Euro benötigt, die vom indischen Miteigentümer Bajaj in Aussicht gestellt worden sind. Noch soll das Geld nicht da sein. Man sei aber optimistisch, dass es demnächst komme, möglicherweise erfolge die Transaktion in zwei Tranchen, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) in ihrer Samstagausgabe.

Stärkster Wert im Prime Segment waren die Titel von Rosenbauer, die am Tag vor einer außerordentlichen Hauptversammlung um 2,3 Prozent zulegten.

spo/lof

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