Enttäuschende Zahlen sorgen für Abwärtstrend

Waste Management hat die Erwartungen der Märkte klar verfehlt – und die Investoren reagieren verstimmt. Der Abfallentsorgungsspezialist präsentierte für das erste Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 1,58 US-Dollar, deutlich unter den erwarteten 1,69 US-Dollar. Auch der Umsatz blieb mit 6,02 Milliarden US-Dollar hinter den Prognosen zurück. Doch wie geht es jetzt weiter für den Branchenführer?

Analysten bleiben gespalten

Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten: Die Aktie verlor nachbörslich knapp 0,8%. Während die durchschnittliche Analysteneinstufung weiterhin bei "Kaufen" liegt, zeigen sich deutliche Differenzen bei den Kurszielen. Die Bandbreite reicht von 207,96 US-Dollar bis zu einem optimistischen Ziel von 244 US-Dollar. Bank of America Securities bleibt mit einem "Hold"-Rating vorsichtig.

Kernpunkte der Strategie:

  • Geplante Preissteigerungen von 5,8% bis 6,2%
  • Akquisitionsbudget von 500 Millionen US-Dollar
  • Ausbau der Recycling- und Biogas-Anlagen

Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber

Trotz der aktuellen Enttäuschung setzt Waste Management weiter auf sein ehrgeiziges Nachhaltigkeitsprogramm. Bis 2026 sollen insgesamt 3 Milliarden US-Dollar in moderne Recyclinganlagen und erneuerbare Energieprojekte fließen. Bisher wurden bereits 8 von 20 geplanten Biogasanlagen und 27 von 39 Recyclingstandorten realisiert.

Ein Lichtblick für Anleger: Das Unternehmen erhöhte die Dividende zum 22. Mal in Folge um 10% auf nun 3,30 US-Dollar jährlich. Ob diese Ausschüttungspolitik angesichts der aktuellen Entwicklung haltbar ist, wird sich beim anstehenden Investor Day im Juni zeigen. Bis dahin dürfte die Aktie weiter unter Beobachtung bleiben.