Volatus Aerospace setzt seine Expansion im Verteidigungsbereich fort und nutzt den deutlichen Kursanstieg der vergangenen zwölf Monate für frische Finanzierung. Der Titel hat sich binnen eines Jahres mehr als vervierfacht und liegt aktuell im Bereich von 0,66 bis 0,69 CAD. Im Hintergrund arbeitet das Unternehmen gleichzeitig an größeren Verteidigungsverträgen und zusätzlicher Kapitalflexibilität.

Abschlossene Kapitalerhöhung

Ende November 2025 hat Volatus eine Kapitalmaßnahme über brutto 26,39 Mio. CAD abgeschlossen. Platziert wurden insgesamt 38.352.500 Stammaktien zu 0,60 CAD je Anteil, inklusive der vollständigen Ausübung der Mehrzuteilungsoption.

Angeführt wurde die Transaktion von Stifel Nicolaus Canada Inc., beteiligt waren zudem Ventum Financial Corp., Canaccord Genuity Corp. und Haywood Securities Inc.

Die Mittel sollen vor allem in Wachstumsprojekte fließen:

  • Ausbau des Mirabel Manufacturing Hub
  • Forschung und Entwicklung von Drohnentechnologien für den Verteidigungssektor
  • Mögliche verteidigungsnahe Akquisitionen
  • Investitionen in Sachanlagen sowie allgemeine Unternehmenszwecke

Damit koppelt Volatus die starke Kursentwicklung direkt an eine aggressivere Expansionsstrategie.

NATO-Aufträge stützen Wachstum

Im Dezember 2025 meldete Volatus einen Verteidigungsauftrag eines NATO-Partners über rund 9 Mio. CAD für Trainingssysteme der nächsten Generation im Bereich ISR (Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance).

Die Struktur des Vertrags:

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  • Erste Tranche: rund 4,5 Mio. CAD mit Lieferung im ersten Quartal 2026
  • Zweite Tranche: Optionale Abrufe bis Ende 2027
  • Leistungsumfang: Flotte unbemannter Trainingssysteme, integrierte Steuerungsoberflächen, technische Dokumentation und Lifecycle-Support

Zuvor hatte Volatus bereits einen taktischen ISR-Drohnenauftrag über 1,85 Mio. CAD an ein anderes NATO-Mitgliedsland ausgeliefert. Zusammen deuten die Aufträge auf eine wachsende Rolle des Unternehmens in verbündeten Verteidigungsprogrammen hin.

Intensiver Austausch mit Investoren

Im Januar 2026 suchte das Management verstärkt den Dialog mit institutionellen Investoren. CEO Glen Lynch und CFO Abhinav Singhvi nahmen an mehreren Konferenzen teil:

  • 28th Annual Needham Growth Conference (14. Januar, New York)
  • RBC Canadian Aerospace and Defence Symposium (15. Januar, Toronto)
  • AlphaNorth Capital Event (16.–18. Januar, Bahamas)

Im Mittelpunkt standen kommentierte Veränderungen bei den US-Verteidigungsausgaben. Volatus verwies auf jüngste Executive Orders zur Stärkung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sowie auf den Vorschlag, das Budget des US-Verteidigungsministeriums für das Fiskaljahr 2027 auf rund 1,5 Billionen US-Dollar zu erhöhen. Nach Darstellung des Unternehmens passt dieser Trend zu seinem stark umsetzungsorientierten Geschäftsmodell.

Flexibilität durch Shelf-Registrierung

Anfang Januar 2026 reichte Volatus eine sogenannte Universal Shelf Registration über bis zu 250 Mio. CAD ein. Abgedeckt sind:

  • Stammaktien
  • Schuldverschreibungen
  • Depositary Shares
  • Optionsscheine
  • Units

Diese Struktur verschafft dem Unternehmen erheblichen Spielraum für künftige Kapitalmaßnahmen. Gleichzeitig entsteht für bestehende Aktionäre das Risiko zukünftiger Verwässerung, falls zusätzliche Aktien oder wandelbare Instrumente platziert werden.

Kennzahlen und Bewertung

Aus den aktuell verfügbaren Daten ergeben sich folgende Eckpunkte:

  • Marktkapitalisierung: ca. 410–461 Mio. CAD
  • Ausstehende Aktien: ca. 575–596 Mio. Stück
  • Umsatz (TTM): 29,7–33,7 Mio. CAD
  • Nettoverlust (TTM): 15,7–17,9 Mio. CAD
  • 52-Wochen-Spanne: 0,11–0,97 CAD
  • Konsens-Kursziel (2–3 Analysten): 0,97–1,05 CAD

Parallel baut Volatus seine operative Präsenz in den USA aus. Neben dem Standort Syracuse (New York) wurde der Ausbau in Tulsa (Oklahoma) vorangetrieben, um Kunden aus den Bereichen Energieversorgung, Öl und Gas sowie öffentliche Sicherheit zu bedienen.

Ausblick

Für die nächsten Monate liegen die Schwerpunkte klar auf der Umsetzung des NATO-Vertrags, der Integration der frischen Mittel aus der Kapitalerhöhung und der möglichen Nutzung der Shelf-Registrierung für weitere Wachstumsschritte. Entscheidend für die Bewertung bleibt, ob Volatus den bestehenden Auftragsbestand im Verteidigungssegment in nachhaltiges Umsatzwachstum und eine spürbare Reduktion der Verluste überführen kann.

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