Volatus Aerospace hat eine intensive Woche mit Investorenauftritten hinter sich und bereitet parallel die nächste Finanzierungsrunde vor. Der kanadische Drohnenanbieter positioniert sich zunehmend im Verteidigungssegment und hat dafür eine umfassende Kapitalrahmenvereinbarung über bis zu 250 Millionen CAD eingereicht. Damit steigen die Wachstumsperspektiven – und der Druck, diese auch zu liefern.

Dichte Investorenagenda

Das Management war in den vergangenen Tagen auf mehreren Veranstaltungen präsent, um institutionelles Kapital anzusprechen.
CEO Glen Lynch und CFO Abhinav Singhvi traten zunächst auf der 28. Needham Growth Conference in New York auf. Tags darauf nahm Lynch als Panelteilnehmer am RBC Canadian Aerospace and Defence Symposium in Toronto teil.

Den Abschluss bildete der Auftritt beim AlphaNorth Capital Event auf den Bahamas, das von Donnerstag bis Samstag lief. Die dichte Abfolge dieser Termine zeigt, wie stark das Unternehmen aktuell um eine breitere institutionelle Anlegerbasis wirbt.

Rückenwind aus der US-Verteidigungspolitik

Das Management erläuterte, wie jüngste Weichenstellungen in den USA den Geschäftsverlauf unterstützen könnten. Genannt wurden unter anderem:

  • Eine neue Executive Order, die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte stärker in den Mittelpunkt von Beschaffungsentscheidungen stellt
  • Pläne für eine Ausweitung des US-Verteidigungsbudgets auf rund 1,5 Billionen US-Dollar im Haushaltsjahr 2027
  • Strengere Kontrolle der Leistungsfähigkeit von Auftragnehmern und deren Liefergeschwindigkeit
  • Geringere Toleranz für Verzögerungen in Rüstungsprogrammen

Volatus betreibt Standorte in Syracuse (New York) und hat zuletzt nach Tulsa (Oklahoma) expandiert. Diese Präsenz in den USA soll helfen, zusätzliche Verteidigungs- und kommerzielle Aufträge im Heimatmarkt zu gewinnen.

Neue Verträge und Technologieausbau

Der verstärkte Austausch mit Investoren folgt auf einen im Dezember 2025 gemeldeten ISR-Trainingsvertrag über 9 Millionen CAD mit einem NATO-nahen Kunden. Dieser Auftrag aus dem Verteidigungsbereich ergänzt den Ausbau der Flotte an ferngesteuerten Fluggeräten mit Doppelverwendung (zivil und militärisch).

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Hinzu kommt die Integration von BVLOS-Fähigkeiten (Beyond Visual Line of Sight) auf Basis von Trimble-Technologie. Diese Kombination aus neuen Verträgen und technischer Aufrüstung soll die Pipeline sowohl im kommerziellen als auch im militärischen Bereich verbreitern.

Flexibler Kapitalrahmen von 250 Millionen CAD

Mit der eingereichten Omnibus-Shelf-Registrierung schafft sich Volatus zusätzliche Spielräume zur Kapitalaufnahme. Der Rahmen umfasst:

  • Stammaktien
  • Schuldverschreibungen
  • Depositary Shares
  • Optionsscheine
  • Einheiten (Units)

Die Struktur erlaubt es, je nach Marktumfeld verschiedene Instrumente zu nutzen. Zugleich rückt nach einem Jahr mit häufigen Kapitalerhöhungen das Risiko weiterer Verwässerung stärker in den Vordergrund.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten deutlich besser abgeschnitten als der breite kanadische Markt. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 20 %.

Operativer Fortschritt, aber weiter Verluste

Trotz dieser Dynamik arbeitet das Unternehmen noch nicht profitabel. In den Zahlen für das dritte Quartal 2025 zeigte sich:

  • Neunmonatsumsatz (Januar–September 2025): 26,9 Mio. CAD, +32 % gegenüber dem Vorjahr
  • Q3-Umsatz: 10,6 Mio. CAD, +60 % im Jahresvergleich
  • Bruttomarge: 33 %
  • Bereinigter EBITDA-Verlust: 660.661 CAD, Verbesserung um 52 % gegenüber dem Vorjahr
  • Zahlungsmittelbestand nach einer Finanzierung nach Quartalsende: rund 40 Mio. CAD

Das vorausschauende KGV von 71,94 signalisiert, dass der Markt bereits sehr hohe Wachstumserwartungen in den Kurs einpreist.

Bewertung hängt an Umsetzung

Die aktuelle Bewertung setzt voraus, dass Volatus die angekündigte Wachstumsstrategie konsequent umsetzt. Der kombinierte Effekt aus großem Finanzierungsrahmen, Ausbau der US-Standorte und Aufträgen im NATO-Umfeld schafft ein Umfeld mit hoher Messlatte an die operative Leistung.

Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen seine Verteidigungs- und kommerzielle Pipeline zügig in Umsätze mit verbesserten Ergebnismargen umwandeln kann – nur dann dürften die heute gezahlten Multiplikatoren auf Dauer Bestand haben.

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