Voestalpine meldet den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte im Bereich Lagertechnik – doch statt zu steigen, gibt die Aktie nach. Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern sicherte sich einen 41-Millionen-Euro-Deal für ein Hochregallager in Istanbul. Trotzdem schloss der Titel am Freitag mit einem Minus von über 2 Prozent bei 38,76 Euro. Was steckt hinter dieser paradoxen Marktreaktion?

41 Millionen Euro für Istanbul-Projekt

Die Metal Forming Division hat den Zuschlag für den Bau eines hochmodernen Logistikzentrums in der türkischen Metropole erhalten. Die Dimensionen beeindrucken:

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  • Hochregallager mit fast 40 Metern Höhe
  • 222 Meter Länge, 86 Meter Breite
  • Automatisiertes Kleinteilelager integriert
  • Fertigstellung bis April 2027 geplant

Auftraggeber ist ein führender türkischer Logistikdienstleister im Sportartikelbereich. Das Projekt zählt zu den größten und effizientesten Lagerlösungen der gesamten Region.

Makrosorgen überlagern operative Stärke

Die negative Kursreaktion hat wenig mit Voestalpine selbst zu tun. Vielmehr belasten strukturelle Faktoren den gesamten Sektor. Rezessionsängste drücken auf zyklische Industriewerte, auch andere österreichische Titel wie Wienerberger stehen unter Verkaufsdruck.

Zusätzlicher Belastungsfaktor: Heute fliegt Voestalpine aus dem "iSTOXX L&G Developed Europe ex UK Diversified Multi-Factor ESG"-Index. Passive Fonds müssen ihre Positionen zwangsweise auflösen – unabhängig von der fundamentalen Bewertung.

Das erhöhte Handelsvolumen deutet zudem auf Gewinnmitnahmen hin. Nach der jüngsten Erholung nutzten offenbar einige Investoren die Gelegenheit zum Ausstieg.

Analysten sehen Potenzial

Die Mehrheit der Investmentbanken bleibt konstruktiv. J.P. Morgan führt Voestalpine zusammen mit ArcelorMittal als "Top Pick" im europäischen Stahlsektor und setzt auf einen starken Ergebnisaufschwung 2026. Treiber sollen EU-Handelsmaßnahmen und steigende Stahlpreise sein.

Die Deutsche Bank liegt mit einem Kursziel von 44 Euro am oberen Ende der Schätzungen, gefolgt von J.P. Morgan mit 43,40 Euro und UBS mit 43 Euro. Selbst die vorsichtigeren Häuser wie BNP Paribas Exane sehen mit 38,50 Euro kaum Abwärtspotenzial vom aktuellen Niveau.

Charttechnik unter Beobachtung

Der Rückgang unter die 39-Euro-Marke trübt das kurzfristige Bild ein. Die Unterstützungszone um 38,50 Euro rückt nun in den Fokus. Ein nachhaltiger Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck in Richtung 37,50 Euro auslösen.

Am 11. Februar folgen die Quartalszahlen für Q3 2025/26. Sie werden zeigen, ob sich die operative Stärke – dokumentiert durch den Rekordauftrag aus Istanbul – auch in den Konzernzahlen niederschlägt.

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