Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine überrascht mit einem radikalen Kurswechsel: Eine brandneue Dividendenstrategie koppelt Ausschüttungen künftig direkt an die Verschuldung. Während Aktionäre eine Mindestdividende von 0,40 Euro garantiert bekommen, hängt die volle Ausschüttung von strikten Finanzzielen ab. Doch kann diese Strategie in einem schwächelnden Stahlmarkt überzeugen?

Neue Spielregeln: Dividende nur bei solider Bilanz

Ab dem Geschäftsjahr 2025/26 gilt bei Voestalpine ein klares Regelwerk für Ausschüttungen:

  • 30% des Gewinns je Aktie fließen an die Aktionäre
  • Aber nur, wenn die Nettofinanzverschuldung unter dem Zweifachen des EBITDA liegt
  • Mindestgarantie von 0,40 Euro pro Aktie unabhängig von der Gewinnlage
  • Bonus möglich: Bei außergewöhnlichen Erträgen winken Sonderzahlungen oder Aktienrückkäufe

Diese Konstruktion zeigt: Der Vorstand will Stabilität vor hohen Ausschüttungen. Eine durchaus mutige Entscheidung in Zeiten, in denen Anleger oft maximale Dividenden fordern.

Stahlmarkt unter Druck: Rechtfertigt das den Sparkurs?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Während die österreichische Stahlproduktion im Mai gegenüber April um 12,2% zulegte, schrumpfte sie in den ersten fünf Monaten des Jahres um 4,5% im Vergleich zum Vorjahr. Hohe Energiekosten setzen der Branche zu – ein Grund mehr für Voestalpine, auf finanzielle Disziplin zu setzen.

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Die neue Strategie wirkt wie eine Versicherung gegen turbulente Zeiten. Statt bei schwachen Geschäften die Dividende komplett zu streichen, bietet die Mindestgarantie von 0,40 Euro Planungssicherheit.

Erste Bewährungsprobe steht bevor

Ob das Konzept aufgeht, zeigt sich bereits bei der anstehenden Hauptversammlung am 2. Juli. Die dort vorgeschlagene Dividende von 0,60 Euro bleibt von der neuen Regelung noch unberührt – ein letztes Mal nach den alten Regeln.

Mit einem aktuellen Kurs von 24,30 Euro und einem beeindruckenden Jahresplus von 33,59% scheinen Anleger die strategische Neuausrichtung zunächst zu honorieren. Doch die wahre Bewährungsprobe kommt erst, wenn die Verschuldungsgrenze zum ersten Mal die Dividendenhöhe bestimmt.

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