Die Aktie von Viking Therapeutics hat zuletzt von starken Sektornachrichten und frischem Analystenvertrauen profitiert. Der Kurs legte am Dienstag um knapp 3 % zu und setzte die positive Tendenz vorbörslich am Mittwoch fort. Auslöser ist ein wichtiger regulatorischer Schritt bei einem Wettbewerber, der den Weg für orale Adipositas-Therapien grundsätzlich bestätigt – ein zentrales Thema in Vikings Pipeline.

  • Starke Sektorimpulse durch Novo Nordisk
  • Analyst H.C. Wainwright bestätigt Kaufempfehlung, Kursziel 102 US‑Dollar
  • Phase-3-Studie VANQUISH‑1 bei VK2735 vollständig rekrutiert
  • Fokus verschiebt sich auf Daten-Updates im Jahr 2026

Rückenwind durch Novo Nordisk

Der aktuelle Kursaufschwung steht vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten „Sympathieeffekt“ nach einer Meldung von Novo Nordisk. Das dänische Pharmaunternehmen hat am 23. Dezember bestätigt, dass seine orale GLP‑1-Version von Wegovy die Zulassung erhalten hat und im Januar 2026 auf den Markt kommen soll.

Für Viking ist das ein wichtiger Meilenstein im Umfeld: Die Zulassung reduziert regulatorische Unsicherheit für orale Gewichtsverlustmedikamente insgesamt. VK2735, der führende Wirkstoffkandidat von Viking, wird in einer injizierbaren und einer oralen Variante entwickelt. Gerade die orale Formulierung gilt bei vielen Investoren als entscheidender Vorteil in einem Markt, der bislang von Injektionen geprägt ist.

Die Börse honorierte die Nachricht deutlich: Viking übertraf am Dienstag sowohl den S&P 500 als auch den breiteren Medizinsektor. Das Handelsvolumen lag auf einem erhöhten Niveau, was auf verstärktes institutionelles Interesse hindeutet, während der Blick der Anleger zunehmend auf das Jahr 2026 gerichtet ist.

Analysten sehen Luft nach oben

Zusätzlichen Schub brachte ein aktualisierter Kommentar von H.C. Wainwright. Analyst Joseph Pantginis bekräftigte am 22. Dezember seine Kaufempfehlung und ließ das Kursziel bei 102 US‑Dollar. Vom aktuellen Kursniveau aus entspricht dies einem theoretischen Aufwärtspotenzial von knapp 180 %.

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Pantginis betonte den aus seiner Sicht klar abgrenzbaren Charakter des VK2735‑Programms und verwies darauf, dass positive Daten von Wettbewerbern Vikings wissenschaftlichen Ansatz stützen. Zudem sei der Markt für Adipositastherapien groß genug für mehrere Anbieter, insbesondere für solche mit bequemen oralen Behandlungsoptionen.

Klinische Fortschritte, aber hohe Erwartungen

Operativ befindet sich Viking in einer wichtigen Umsetzungsphase. Am 19. November meldete das Unternehmen den Abschluss der Patientenrekrutierung für die Phase‑3‑Studie VANQUISH‑1 mit VK2735. Dieses Ziel wurde früher als geplant erreicht, was auf eine zügige Durchführung der Studie hinweist. Untersucht wird in diesem Programm die subkutane (unter die Haut verabreichte) Form des Wirkstoffs in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit.

Trotz dieser Fortschritte zeigte die Aktie im laufenden Jahr einen ausgeprägten Schwankungskorridor. In den vergangenen zwölf Monaten bewegte sich der Kurs zwischen 18,92 und 43,55 US‑Dollar. Der Quartalsbericht im Oktober wies einen Verlust von 0,81 US‑Dollar je Aktie aus und lag damit unter den Markterwartungen von -0,67 US‑Dollar. Wie bei vielen Biotechs in einer späten Entwicklungsphase steigen die F&E‑Ausgaben deutlich, was sich in einem Verlust von mehr als 200 Mio. US‑Dollar in den letzten zwölf Monaten niederschlägt und den Druck erhöht, überzeugende Studiendaten zu liefern.

Die Zulassung der oralen GLP‑1‑Therapie von Novo Nordisk wird in diesem Kontext als wichtiges Signal gewertet, dass Aufsichtsbehörden mit dem Sicherheitsprofil oraler GLP‑1‑Agonisten grundsätzlich einverstanden sind. Das könnte den regulatorischen Weg für Vikings eigene orale Programme glätten.

Ausblick auf 2026

Für die weitere Kursentwicklung rücken nun die Daten-Updates in den Vordergrund, die für 2026 erwartet werden. Nach Abschluss der Rekrutierung in VANQUISH‑1 gelten die Topline-Ergebnisse aus dieser Phase‑3‑Studie als nächstes zentrales Ereignis mit potenziell deutlicher Kurswirkung.

Analystenseitig bleibt die Stimmung überwiegend positiv: Das durchschnittliche 12‑Monats-Kursziel liegt bei rund 87 US‑Dollar und signalisiert aus Sicht der Experten weiteres Potenzial im Verhältnis zur aktuellen Bewertung. Charttechnisch hat sich das Bild ebenfalls aufgehellt: Mit dem Schlusskurs über 36 US‑Dollar am Dienstag kletterte die Aktie wieder über ihren 50‑Tage-Durchschnitt von 36,05 US‑Dollar, ein häufig beobachteter Indikator für kurzfristigen Auftrieb.

Entscheidend werden die ersten Monate 2026, wenn Novo Nordisks orale Produkte auf den Markt kommen und damit Preis- und Erstattungskonditionen im Segment sichtbar werden, während Viking gleichzeitig auf zentrale Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten zu VK2735 zusteuert.

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