Die Valneva Aktie durchlebt turbulente Zeiten. Der französische Impfstoffentwickler kämpft mit dem Lizenzentzug für seinen Chikungunya-Impfstoff in den USA, während gleichzeitig alles auf den Erfolg eines einzigen Produkts zuläuft: den Borreliose-Impfstoff VLA15. Die Spannung steigt, denn im ersten Halbjahr 2026 werden die entscheidenden Phase-3-Daten erwartet.

Die Lage im Überblick:

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  • FDA entzog im August 2025 die US-Lizenz für IXCHIQ wegen schwerwiegender Nebenwirkungen
  • Partnerschaft mit Serum Institute of India beendet, neue Vereinbarung mit CSL Seqirus für Deutschland gestartet
  • Phase-3-Ergebnisse für Borreliose-Impfstoff VLA15 werden für H1 2026 erwartet
  • Analysten-Kursziele reichen von 3,25 bis 10,00 Euro
  • Aktie notiert bei 4,17 Euro, über den langfristigen Durchschnittslinien

IXCHIQ-Rückschlag belastet die Bilanz

Der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ sollte ein kommerzieller Erfolg werden. Doch im August 2025 zog die FDA die Lizenz für den US-Markt zurück. Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen zwangen die Behörde zu diesem drastischen Schritt. Vertrieb und Verkauf in den USA sind seither eingestellt.

Die Folgen für Valneva waren erheblich. Ende Dezember 2025 wurde die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India beendet. Als Ersatz startete im Januar 2026 eine auf drei Jahre befristete Partnerschaft mit CSL Seqirus für den deutschen Markt. Diese Neuordnung erfolgte unter erheblichem regulatorischem Druck und zeigt die Fragilität des Geschäftsmodells.

VLA15: Der Hoffnungsträger unter der Lupe

Der Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15, entwickelt gemeinsam mit Pfizer, ist nun das zentrale Asset im Portfolio. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie VALOR werden für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Ein positiver Ausgang wäre ein Durchbruch, denn bislang gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose für Menschen.

Die hohe Konzentration auf dieses eine Produkt birgt jedoch enorme Risiken. Sollten die Studiendaten enttäuschen, dürfte die Aktie massiv unter Druck geraten. Bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse bleibt das Papier anfällig für Marktschwankungen und Gewinnmitnahmen.

Analysten tief gespalten

Die Unsicherheit zeigt sich in den Analystenbewertungen. Die Kursziele variieren zwischen 3,25 und 10,00 Euro – eine Spannbreite, die das extreme Risiko-Rendite-Profil verdeutlicht. Während einige Experten erhebliches Potenzial sehen und Kaufempfehlungen aussprechen, bleiben andere, darunter Goldman Sachs, bei einer neutralen Einschätzung.

Die technische Lage zeigt ein gemischtes Bild. Nach einer beeindruckenden Jahresperformance von über 88 Prozent konsolidiert die Aktie. Der RSI von 18,9 deutet auf eine kurzfristige Überverkauftheit hin. Gleichzeitig notiert das Papier etwa 19 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro, aber deutlich über allen wichtigen Durchschnittslinien.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Valneva die hohen Erwartungen an VLA15 erfüllen kann. Bis dahin bleibt die Aktie eine hochspekulative Wette mit entsprechend hoher Volatilität.

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