Valneva muss einen herben Rückschlag hinnehmen. Der Biotech-Konzern zieht seinen Chikungunya-Impfstoff aus dem wichtigen US-Markt zurück – eine Nachricht, die das Vertrauen in die Produktpalette erschüttert. Doch während diese Tür zufällt, blicken Anleger längst auf ein anderes Großprojekt. Kann der nächste entscheidende Datensatz das Ruder herumreißen?

Rückzug auf ganzer Linie

Die Nachrichtenlage in den USA hat sich drastisch verschlechtert. Am 19. Januar gab Valneva den freiwilligen Rückzug der Zulassungsanträge für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ bekannt. Vorausgegangen war ein klinischer Aufnahmestopp durch die FDA, ausgelöst durch ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis. Auch wenn das Unternehmen betont, dass ein kausaler Zusammenhang zur Impfung bisher nicht bestätigt ist, bleibt der lukrative US-Markt für dieses Produkt vorerst verschlossen.

Die Situation verschärft sich durch den Verlust strategischer Unterstützung. Das Serum Institute of India kündigte die Lizenzvereinbarung für den Chikungunya-Impfstoff bereits Ende 2025 auf. Damit bricht ein zentraler Pfeiler für den globalen Vertrieb weg, wenngleich die Zulassungen in Europa und Kanada bestehen bleiben.

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Der wahre Kurstreiber

Dass die Aktie im vergangenen Jahr dennoch um über 100 Prozent zulegen konnte, liegt an einem anderen Hoffnungsträger: dem Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. In Kooperation mit dem Pharmariesen Pfizer erwartet Valneva noch im ersten Halbjahr 2026 die entscheidenden Phase-3-Daten. CEO Thomas Lingelbach misst diesem Meilenstein transformative Bedeutung bei.

Hier geht es um enorme Summen: Bei Erfolg winken Valneva Meilensteinzahlungen von bis zu 408 Millionen Dollar sowie eine Umsatzbeteiligung zwischen 14 und 22 Prozent. Die bereits erhaltenen 165 Millionen Dollar unterstreichen das Gewicht dieser Partnerschaft.

Die Fakten im Überblick:

  • US-Rückzug: Keine Vermarktung von IXCHIQ in den USA nach FDA-Intervention.
  • Fokusverschiebung: Lyme-Programm (VLA15) wird zum dominanten Werttreiber.
  • Finanzielle Basis: Refinanzierung und Restrukturierung stabilisieren die Bilanz.

Konsolidierung läuft

Um Ressourcen für das Lyme-Programm freizumachen, strafft das Management die internen Strukturen. Die Konsolidierung der Aktivitäten in Frankreich wird vorangetrieben, parallel zur im Herbst 2025 abgeschlossenen Schuldenrefinanzierung. Der Konzern konzentriert sich nun auf drei Säulen: die profitablen Reiseimpfstoffe, die Pipeline-Entwicklung und strategische Partnerschaften.

Für Investoren spitzt sich die Lage auf ein binäres Ereignis zu. Der langfristige Erfolg von Valneva hängt nun fast vollständig von der Qualität der VLA15-Daten im laufenden ersten Halbjahr ab. Positive Ergebnisse würden das US-Debakel um Chikungunya schnell in den Hintergrund drängen und die fundamentale Bewertung des Unternehmens neu definieren.

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