Der Versicherer gerät zunehmend in den Fokus der US-Regulierungsbehörden. Eine neue Untersuchung wirft UnitedHealth vor, durch geschickte Risikobewertungen Zusatzeinnahmen von über 600 Dollar pro Versicherten generiert zu haben. Gleichzeitig kritisiert eine Kommission, dass die Regierung 76 Milliarden Dollar zu viel für private Medicare-Pläne ausgibt. Die Aktie schloss am Freitag mit einem Minus von 2,34 Prozent – und steht beispielhaft für die Herausforderungen der gesamten Branche.

Milliarden-Vorwurf im Raum

Der Auslöser für den jüngsten Kursrückgang liegt in einem Bericht der Medicare Payment Advisory Commission (MedPAC). Die Kommission geht davon aus, dass die US-Regierung 2026 rund 76 Milliarden Dollar mehr für Medicare Advantage-Pläne ausgeben wird als für das traditionelle Medicare-Programm. Diese potenzielle Überzahlung nährt Sorgen, dass künftig die Erstattungssätze gekürzt oder die Aufsicht verschärft werden könnte.

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Parallel dazu läuft eine Untersuchung des Senats, die UnitedHealth schwere Vorwürfe macht. Dem Konzern wird vorgeworfen, mithilfe von Künstlicher Intelligenz und aggressiven Screening-Methoden selbst geringfügige Erkrankungen aufzuspüren und so die Risikoscores nach oben zu treiben. Konkret liegen die durchschnittlichen Risikoscores von UnitedHealth etwa 0,28 Punkte über dem Branchenschnitt – was laut Schätzung zu jährlichen Mehrkosten von etwa 643 Dollar pro Versichertem führt.

Die Nervosität erfasste am Freitag die gesamte Branche: Humana verlor 3,76 Prozent, Elevance Health gab 1,85 Prozent ab. Das Handelsvolumen bei UnitedHealth lag mit 8,04 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 6,75 Millionen – ein Indiz für verstärkte institutionelle Aktivität.

Earnings entscheiden über Richtung

Am 27. Januar wird UnitedHealth seine Jahreszahlen vorlegen und einen Ausblick auf 2026 geben. Für Anleger dürfte vor allem entscheidend sein, wie das Management mögliche regulatorische Einschnitte in der Prognose berücksichtigt. Trotz des politischen Gegenwinds halten große Investmenthäuser wie Mizuho Securities und Bernstein an positiven Einschätzungen fest – sie verweisen auf das diversifizierte Geschäftsmodell und langfristige Wachstumsperspektiven.

Aus technischer Sicht ist die Marke bei 330 Dollar nun entscheidend. Ein Unterschreiten könnte weiteren Abwärtsdruck auslösen, eine Stabilisierung dagegen Raum für eine Erholung vor den Quartalszahlen schaffen.

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