UnitedHealth steuert auf eine wichtige Wegmarke zu. In einer Woche legt der Gesundheitskonzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor und gibt einen Ausblick auf 2026. Nach einem schwachen Jahr 2025 und deutlichem Kursrückgang rückt die Frage in den Mittelpunkt, ob die angekündigte Erholung sich jetzt auch in den Margen niederschlägt.

Der Kurs liegt mit rund 331 US‑Dollar weit unter den Höchstständen aus dem Frühjahr 2025. Gleichzeitig setzen viele Analysten auf eine schrittweise Normalisierung der Ertragslage.

Eine Woche bis zu den Zahlen

UnitedHealth veröffentlicht die Q4‑2025‑Zahlen und die Prognose für das Gesamtjahr 2026 am 27. Januar. Für das Schlussquartal erwarten Analysten:

  • Ergebnis je Aktie (EPS) von rund 2,09 US‑Dollar
  • Umsatz von etwa 113,38 Milliarden US‑Dollar

Im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen die Erwartungen leicht übertroffen: Das EPS lag bei 2,92 US‑Dollar gegenüber prognostizierten 2,87 US‑Dollar.

Für das Gesamtjahr 2025 rechnen Analysten mit einem Gewinn von etwa 30 US‑Dollar je Aktie, 2026 sollen es rund 33 US‑Dollar werden. Das würde auf einen graduellen Erholungspfad nach einem schwierigen Jahr 2025 hindeuten.

Schwaches Jahr 2025 belastet

2025 war für die Aktie deutlich negativ: Auf Jahressicht verlor der Titel rund 35 %. Der Abstand zum Hoch von 606,36 US‑Dollar aus dem April 2025 beträgt aktuell rund 44 %.

Wesentliche Belastungsfaktoren waren:

  • Die Medical Care Ratio stieg im dritten Quartal auf 89,9 %, nach 82,3 % zwei Jahre zuvor
  • Das bereinigte EPS in Q3 fiel auf 2,92 US‑Dollar, nach 7,15 US‑Dollar im Vorjahresquartal
  • Die Nettomarge sank auf etwa 4 %, von rund 6 % ein Jahr zuvor
  • Das operative Ergebnis halbierte sich im dritten Quartal im Jahresvergleich in etwa

Diese Kennzahlen zeigen deutlich, wie stark höhere Leistungsausgaben und Margendruck auf der Profitabilität lasten.

Analysten leicht positiv gestimmt

Trotz der schwachen Kursentwicklung überwiegt an der Wall Street vorsichtiger Optimismus. Das Analystenkonsensrating lautet „Moderate Buy“. Von 30 Analysten empfehlen:

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  • 15 die Aktie mit „Strong Buy“
  • 2 mit „Moderate Buy“
  • 9 stufen auf „Hold“ ein
  • 3 raten zum Verkauf

Der durchschnittliche Zielkurs liegt bei 385,75 US‑Dollar. Das entspricht einem Kurspotenzial von etwa 17 % gegenüber dem aktuellen Niveau.

Zu den jüngsten Einschätzungen gehören:

  • Evercore ISI: Hochstufung auf „Strong Buy“ am 6. Januar 2026
  • Barclays: Anhebung des Kursziels von 386 auf 391 US‑Dollar am 5. Januar 2026
  • Wolfe Research: Zielerhöhung von 330 auf 375 US‑Dollar im Dezember 2025
  • UBS Group: „Buy“ mit Kursziel 430 US‑Dollar
  • Goldman Sachs: Ersteinstufung mit „Buy“ und Ziel 406 US‑Dollar

Deutsche Bank zeigt sich zurückhaltender und hatte die Aktie Ende Oktober auf „Hold“ mit Kursziel 333 US‑Dollar abgestuft.

Bewertung unter historischem Schnitt

Bewertungsseitig notiert UnitedHealth aktuell deutlich unter den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre. Die Aktie wird mit etwa dem 17,3‑Fachen der vergangenen Gewinne und dem 18,7‑Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Der Fünfjahresdurchschnitt des KGV liegt bei 25.

Die Marktkapitalisierung beträgt rund 300 Milliarden US‑Dollar. Mit einer Verschuldungsquote (Debt‑to‑Equity) von 0,71 und einer Eigenkapitalrendite von 19,23 % bleiben die Bilanzkennzahlen solide, auch wenn der operative Druck zuletzt gestiegen ist.

Dividende auf attraktivem Niveau

UnitedHealth zahlt quartalsweise 2,21 US‑Dollar je Aktie. Auf Jahressicht entspricht dies 8,84 US‑Dollar und einer Dividendenrendite von rund 2,7 % auf Basis des aktuellen Kurses.

Die Ausschüttungsquote liegt bei 46,14 % und signalisiert eine weiterhin komfortable Gewinndeckung. Die letzte Dividende wurde am 16. Dezember 2025 ausgezahlt.

Initiative für ländliche Kliniken

Am 14. Januar 2026 hat die Konzerntochter UnitedHealthcare ein Programm zur Unterstützung ländlicher Krankenhäuser angekündigt. Kern des Programms sind vorgezogene Zahlungen im Bereich Medicare Advantage, um die Liquidität der betroffenen Häuser kurzfristig zu stärken.

Damit unterstreicht UnitedHealth die strategische Bedeutung des Medicare‑Advantage‑Geschäfts, auch vor dem Hintergrund anhaltender regulatorischer Prüfungen in diesem Segment.

Ausblick auf die Earnings‑Woche

Der Earnings‑Call am 27. Januar wird zum Gradmesser für die erwartete Erholung in 2026. Im Fokus stehen:

  • die neue Jahresprognose und der Ausblick auf die Margenentwicklung
  • Aussagen zu Mitgliederzahlen und Nutzungstrends im Versicherungsgeschäft
  • der Beitrag der Dienstleistungssparte Optum zum künftigen Wachstum

Vor dem Hintergrund höherer Inanspruchnahme medizinischer Leistungen und regulatorischer Unsicherheit im Gesundheitssektor dürfte die neue Guidance maßgeblich bestimmen, wie der Markt die Aktie in den kommenden Monaten einordnet.

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