Ubtech Robotics steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Am 10. März stimmen die Aktionäre über eine Übernahme im Wert von 1,7 Milliarden Yuan ab. Mit dem Deal sichert sich der Robotik-Konzern die Produktionskapazitäten, die für seine ambitionierten Wachstumsziele unverzichtbar sind.

Außerordentliche Hauptversammlung: Abstimmung über Schlüsselakquisition

Am 10. März 2026 entscheiden die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung (EGM) über den Erwerb von mindestens 43 Prozent an Zhejiang Fenglong Electric. Zur Abstimmung steht die Ratifizierung des Anteilskaufvertrags sowie die Ermächtigung des Vorstands, die Übernahme und damit verbundene Schritte abzuschließen.

Ubtech hat den ursprünglich für den 26. März geplanten Termin vorgezogen. Die Versammlung findet nun in der Firmenzentrale in Shenzhen statt – ein Zeichen für die Dringlichkeit des Vorhabens.

Auf der Tagesordnung stehen zudem eine Rahmenvereinbarung zwischen Ubtechs Tochter Wuxi Uqi Intelligent Technology und Miracle Automation Engineering sowie Genehmigungen für Kreditlinien und Satzungsänderungen.

Eine zweite Aktionärsversammlung für H-Aktionäre ist bereits für den 19. März angesetzt, der Stichtag für die Teilnahmeberechtigung fällt auf den 13. März.

Das Übernahmeziel: Zhejiang Fenglong Electric

Im Zentrum der Expansion steht Zhejiang Fenglong Electric, ein in Shenzhen gelisteter Komponentenhersteller. Ubtech will mindestens 43 Prozent übernehmen – in zwei Schritten: zunächst der Kauf von knapp 30 Prozent von bestehenden Anteilseignern, gefolgt von einem freiwilligen Teilübernahmeangebot für weitere rund 13 Prozent.

Für die strategisch wichtigen Produktionskapazitäten zahlt Ubtech etwa 1,7 Milliarden Yuan (237 Millionen US-Dollar) in bar.

Fenglong produziert Motoren für Gartengeräte, Automobilteile und hydraulische Steuerungssysteme für Kunden wie Husqvarna, Caterpillar und Bosch Rexroth. Diese Präzisionsfertigungskompetenz deckt sich exakt mit den technischen Anforderungen humanoider Roboter.

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Die Übernahme verschafft Ubtech unmittelbare Fertigungskapazitäten ohne lange Vorlaufzeiten und hohe Investitionen in neue Fabriken. Nach erfolgreicher Übernahme würde Ubtech sechs von sieben Sitzen im Aufsichtsrat kontrollieren – die erste Beteiligung an einem am chinesischen A-Aktienmarkt notierten Unternehmen.

Fenglong meldete für 2024 Umsätze von 479 Millionen Yuan bei einem Nettogewinn von 4,59 Millionen Yuan. Die Bewertung spiegelt Wachstumsziele wider: Der Nettogewinn soll bis 2026 auf 10 Millionen Yuan und bis 2028 auf 20 Millionen Yuan steigen – Verluste aus dem Robotikgeschäft ausgeklammert.

Produktionshochlauf und Auftragslage

Die Akquisition ist direkt an Ubtechs aggressive Produktionsziele gekoppelt. Der Konzern hat bereits feste Aufträge über 1,4 Milliarden Yuan für seine humanoiden Roboter gesichert. Die monatliche Produktion des Walker S2-Modells liegt derzeit bei über 300 Einheiten.

Bis 2026 peilt Ubtech eine Jahresproduktion von 5.000 industriellen humanoiden Robotern an, bis 2027 sollen es 10.000 Einheiten sein. Seit Anfang 2025 verzeichnet allein die Walker-Serie Bestellungen von über 800 Millionen Yuan.

Zu den Kunden gehören BYD, Audi FAW und Foxconn.

Parallel dazu stellte Ubtech im Februar 2026 sein selbst entwickeltes Vision-Language-Modell „Thinker" als Open Source zur Verfügung.

Finanzierung und Kursentwicklung

Finanziell scheint das Unternehmen für die Transaktion gerüstet. Im November 2025 nahm Ubtech über 3,1 Milliarden Hongkong-Dollar ein – explizit für Investitionen und Übernahmen vorgesehen.

Die Aktie notierte am 6. März bei 112,30 HKD, was einem Wochenminus von 9,34 Prozent entspricht. Marktbeobachter führen die jüngste Volatilität auf Verzögerungen und mehrfache Terminverschiebungen im Übernahmeprozess zurück.

Entscheidende Tage stehen bevor

Mit der Abstimmung am 10. März beginnt für Ubtech eine richtungsweisende Phase. Die Übernahme könnte die Produktionsbasis des Unternehmens grundlegend verändern – in einem Moment, in dem Chinas humanoide Robotik-Branche einen kritischen Wendepunkt erreicht.

Am 31. März folgt der nächste Geschäftsbericht. Dieser wird zeigen, wie sich das Unternehmen inmitten des intensiven Wettlaufs um Fertigungskapazitäten in der chinesischen Robotik-Industrie behauptet. Das Abstimmungsergebnis gilt als Signal für das Vertrauen der Aktionäre in Ubtechs Strategie der vertikalen Integration.

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