Der Touristikriese liefert beeindruckende Daten für den Sommer 2026, doch der Aktienkurs zieht noch nicht voll mit. Während die Buchungen in wichtigen Kernmärkten die Erwartungen derzeit übertreffen, sind sich Analysten über das weitere Kurspotenzial uneinig. Ein Blick auf die Details zeigt, warum die Schere zwischen operativer Stärke und aktueller Börsenbewertung auseinandergeht.

Nachfrage verdoppelt sich teilweise

Die wichtigste Nachricht zum Wochenausklang betrifft das operative Kerngeschäft. Berichte aus Österreich und der Schweiz signalisieren eine unerwartet hohe Dynamik für die kommende Sommersaison. Besonders TUI Suisse sticht hervor: Das Buchungsvolumen für den Sommer 2026 liegt dort bereits jetzt doppelt so hoch wie das der laufenden Wintersaison. Auch in Österreich liegen die Zahlen deutlich über dem Vorjahresniveau.

Diese Entwicklung stützt sich auf klare Trends im Reiseverhalten:
* Reiseziele: Griechenland (insbesondere Kreta und Rhodos), die Türkei und Mallorca führen die Buchungslisten an.
* Luxus-Fokus: Der Anteil von All-Inclusive-Buchungen ist weiter gestiegen und liegt nun bei knapp 60 Prozent.
* Familien: Diese Zielgruppe treibt das Wachstum, ihr Anteil an den Frühbuchern kletterte auf 42 Prozent.
* Angebot: TUI reagiert auf den Ansturm mit der Eröffnung von 15 neuen Hotels weltweit.

Diese fundamentale Stärke belegt, dass die Preissetzungsmacht des Konzerns in den touristischen Kernmärkten intakt ist.

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Analysten uneinig über Bewertung

Trotz der operativen Erfolge herrscht bei den großen Investmentbanken keine Einigkeit über die faire Bewertung des Papiers. Die britische Investmentbank Barclays bestätigte jüngst ihr „Overweight“-Votum und hob das Kursziel leicht von 11,75 auf 12,00 Euro an. Die Experten begründen diesen Optimismus mit der stabilen Ertragskraft und sehen vom aktuellen Niveau aus theoretisch über 30 Prozent Luft nach oben.

Ganz anders bewertet Bernstein Research die Lage. Das US-Haus bleibt skeptisch, stuft den Titel lediglich als „Market-Perform“ ein und hält am Kursziel von 7,90 Euro fest. Diese Differenz von vier Euro zwischen den Expertenmeinungen verdeutlicht die Unsicherheit institutioneller Anleger darüber, ob Makro-Risiken oder operative Gewinne schwerer wiegen.

Kampf um wichtige Marken

An der Börse spiegelt sich diese Zurückhaltung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 8,95 Euro und musste auf Wochensicht ein Minus von rund 4,85 Prozent hinnehmen. Charttechnisch ist das Bild jedoch nicht hoffnungslos: Der Kurs hält sich weiterhin oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 8,58 Euro, kämpft aber sichtlich mit der psychologischen Hürde von 9,00 Euro.

Das operative Geschäft liefert mit der starken Frühbuchersaison solide Argumente für die Optimisten. Ob die Aktie das Kursziel von Barclays in Angriff nehmen kann, hängt nun davon ab, ob sich die aktuelle Umsatzdynamik in den kommenden Quartalszahlen auch in stabilen Margen niederschlägt. Solange die Kostenstruktur nicht aus dem Ruder läuft, stehen die Chancen gut, dass der Kursrutsch unter die 9-Euro-Marke nur eine momentane Schwächephase darstellt.

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