Am Freitag sprang die TSMC-Aktie um über 5 Prozent nach oben und schloss bei 319,68 US-Dollar. Verantwortlich für den kräftigen Kursanstieg waren gleich zwei positive Nachrichten: ein massiver Produktionsauftrag von Nvidia für den chinesischen Markt und eine wichtige Exportlizenz aus den USA.

Milliardenaufträge aus China

Der Haupttreiber der Rallye ist ein neuer Auftrag von Nvidia. Der Grafikchip-Hersteller fordert von TSMC eine drastische Ausweitung der Produktion für H200-AI-Chips. Hintergrund ist die explodierende Nachfrage chinesischer Tech-Konzerne – allein für 2026 werden über 2 Millionen Einheiten dieser KI-Chips erwartet.

ByteDance, der Mutterkonzern von TikTok, plant für 2026 Investitionen von 14 Milliarden Dollar in Nvidia-Chips. TSMC als exklusiver Fertigungspartner profitiert direkt von diesem Ausgabenschub. Die Auftragsbücher des taiwanesischen Chipriesen dürften damit auf absehbare Zeit gut gefüllt bleiben.

USA erteilen Exportlizenz

Parallel dazu sorgte eine regulatorische Entscheidung für Erleichterung bei den Anlegern. Am 1. Januar gewährte die US-Regierung TSMC eine einjährige Lizenz für den Import moderner Chipfertigungsanlagen nach China. Diese Genehmigung sichert den Betrieb der TSMC-Werke in Nanjing und Shanghai und räumt eine bedeutende Unsicherheit aus dem Weg, die im späten Jahr 2025 auf der Aktie lastete.

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Bemerkenswert ist diese Sondergenehmigung vor allem vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen im Tech-Konflikt zwischen Washington und Peking. Erst am 2. Januar blockierte Präsident Trump den Verkauf von US-Chip-Assets der Firma Emcore an einen chinesischen Käufer aus Gründen der nationalen Sicherheit. TSMC hingegen gilt als so systemrelevant für die globale Halbleiterversorgung, dass das Unternehmen regulatorische Ausnahmen erhält – ein Indiz für seine Marktmacht.

Institutionelle Käufer stocken auf

Auch große institutionelle Investoren setzen auf TSMC. SteelPeak Wealth LLC erhöhte seine Position im vergangenen Quartal um 75,3 Prozent. Weitere Fonds wie Brookwood Investment Group und Altfest L J & Co. bauten ihre Bestände ebenfalls deutlich aus.

Technologisch bleibt TSMC auf Kurs: Die Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren soll im vierten Quartal 2025 in die Massenproduktion gehen. Die neue Technologie verspricht 10 bis 15 Prozent höhere Geschwindigkeit oder 25 bis 30 Prozent geringeren Stromverbrauch im Vergleich zum aktuellen 3-Nanometer-Standard. Apple plant Berichten zufolge, den 2nm-Chip für die 2026er-iPhone-Generation zu nutzen.

Quartalszahlen am 15. Januar

Am 15. Januar präsentiert TSMC die Ergebnisse für das vierte Quartal. Analysten erwarten vor allem Details zur Prognose für das erste Halbjahr 2026 und zu den Ertragsraten der neuen 2nm-Fertigung. Die Konsensmeinung der Analysten bleibt positiv, mit Kurszielen zwischen 355 und 400 US-Dollar. Sollten die Zahlen die Margenverbesserung durch den H200-Hochlauf bestätigen, könnte die Aktie Anfang 2026 weiter zulegen.

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