ThyssenKrupp Nucera hat seine finanziellen Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 korrigiert. Während höhere Projektkosten und eine Vertragsauflösung im Wasserstoff-Segment belasten, liefert das etablierte Chlor-Alkali-Geschäft einen stabilisierenden Gegenpol. Anleger reagierten am Mittwoch gelassen auf die revidierten Ziele, was auf eine bereits fortgeschrittene Einpreisung der Risiken hindeutet.

Belastungen im Wasserstoff-Geschäft

Die Korrektur betrifft primär das Segment für grünen Wasserstoff (gH2). Hier führten unerwartet hohe Aufwendungen für technische Optimierungen an bereits ausgelieferten Modulen zu einer Belastung. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die bevorstehende Inbetriebnahme der ersten großen Elektrolyseuranlagen abzusichern. Zusätzlich belastet die Auflösung eines Vertrags für eine 20-MW-Pilotanlage in den USA die Bilanz, da das Projekt die Renditeerwartungen nicht mehr erfüllte.

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In der Folge rechnet das Management für die gH2-Sparte nun mit einem EBIT zwischen -125 Millionen und -90 Millionen Euro. Zuvor lag die prognostizierte Spanne bei -80 Millionen bis -55 Millionen Euro. Die daraus resultierenden Kosten im niedrigen zweistelligen Millionenbereich werden voraussichtlich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres voll wirksam.

Stabilität durch Chlor-Alkali

Einen Lichtblick liefert hingegen das klassische Chlor-Alkali-Geschäft. Aufgrund einer robusten operativen Entwicklung hob das Unternehmen das untere Ende der EBIT-Spanne für dieses Segment leicht an. Diese Stabilität im Kerngeschäft hilft dabei, die Volatilität in der noch jungen Wasserstoff-Sparte abzufedern.

Die Marktreaktion blieb am Mittwoch verhalten. Die Aktie schloss bei 8,30 Euro und bewegt sich damit weiterhin in einer Seitwärtsphase, nachdem das Papier seit Jahresbeginn bereits rund 6,5 Prozent an Wert verloren hat. Mit einem Abstand von etwa 28 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 11,58 Euro spiegelt der aktuelle Kurs die Skepsis des Marktes gegenüber den kurzfristigen Margenpotenzialen der Wasserstofftechnologie wider.

Die operative Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Abschluss der Optimierungsmaßnahmen und die planmäßige Fertigstellung der ersten Großprojekte. Die Erfassung der Sonderkosten im zweiten Quartal bildet den nächsten markanten Fixpunkt für die finanzielle Bewertung des Elektrolyse-Spezialisten.

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