The Trade Desk Aktie: Neuer Anlauf
The Trade Desk legt im Kampf um mehr Transparenz in der Online-Werbung nach. Mit OpenAds startet der Adtech-Spezialist ein eigenes Auktionsumfeld, das große Medienhäuser bereits offiziell unterstützen. Die Börse honoriert den strategischen Schritt, zugleich bleibt die Bewertung ein Streitpunkt – vor allem nach dem deutlichen Rücksetzer im vergangenen Jahr.
OpenAds: Große Publisher an Bord
Am 6. Januar hat The Trade Desk die ersten offiziellen Publishing-Partner für OpenAds bestätigt. Mit dabei sind prominente Namen wie AccuWeather, The Arena Group, BuzzFeed, The Guardian, Hearst Magazines, Hearst TV, Newsweek, People Inc. und Ziff Davis.
Ziel des neuen Systems ist es, die Lieferkette in der digitalen Werbung transparenter zu machen. Werbebudgets sollen gezielt durch das OpenAds-Umfeld geleitet werden, damit:
- Werbekunden besser erkennen können, auf welchen Flächen ihre Anzeigen tatsächlich laufen
- Publisher einen direkteren und effizienteren Kanal zur Monetarisierung ihres Inventars erhalten
Am Markt wird dieser Schritt als wichtiger Baustein in der langfristigen Strategie gesehen, das oft intransparente programmatische Werbeumfeld aufzuräumen. The Trade Desk positioniert sich damit bewusst als „saubere“ Alternative zu den geschlossenen Ökosystemen großer Plattformkonzerne.
Bewertungsdruck trotz Wachstum
Trotz der operativen Fortschritte steht die Aktie weiterhin unter Bewertungsdruck. Ebenfalls am 6. Januar hat Wolfe Research-Analystin Shweta Khajuria ihr „Outperform“-Votum zwar bestätigt, das Kursziel jedoch deutlich von 60 auf 45 US-Dollar gesenkt.
Diese Reduzierung spiegelt die Neubewertung im gesamten Adtech-Sektor wider. Zwischen der starken Marktstellung des Unternehmens und den vorsichtigeren Annahmen der Analysten klafft damit eine spürbare Lücke. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 39,70 US-Dollar entspricht das neue Kursziel einem Aufwärtspotenzial im niedrigen zweistelligen Prozentbereich – deutlich weniger, als viele Investoren The Trade Desk in früheren Jahren zugetraut hatten.
Der Hintergrund: Schon im dritten Quartal 2025 konnte das Unternehmen seinen Umsatz auf 739,4 Millionen US-Dollar steigern, rund 18 % mehr als im Vorjahr. Das solide Wachstum reichte aber nicht aus, um nach der heftigen Korrektur eine dauerhafte Trendwende im Kurs einzuleiten.
Kursverlauf: Tiefe Korrektur, erste Erholung
Die jüngste Kursentwicklung zeigt ein gemischtes Bild. Kurzfristig hat sich die Aktie spürbar von ihren Tiefstständen gelöst, notiert aber weiterhin weit unter früheren Höchstständen. Über die vergangenen 30 Tage legte der Titel rund 17 % zu, auf Jahressicht steht allerdings immer noch ein Verlust von gut zwei Dritteln.
Im technischen Bild arbeitet sich die Aktie aus einer ausgeprägten Schwächephase heraus. Der Kurs liegt derzeit über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber weiterhin klar unter der 200-Tage-Linie. Das unterstreicht den Übergang von einer langen Abwärtsbewegung in eine frühe Erholungsphase, die noch nicht gefestigt ist.
Was jetzt im Fokus steht
Für die nächsten Monate rückt OpenAds in den Mittelpunkt der Investmentstory. Entscheidend wird sein, ob das neue Auktionsumfeld nicht nur große Namen auf die Partnerliste bringt, sondern auch messbar Werbebudgets anzieht und Margen stützt. Parallel bleibt der Sektor stark von makroökonomischen Signalen zur Werbenachfrage abhängig.
An der Börse wird sich das Bild erst dann deutlich aufhellen, wenn The Trade Desk sowohl beim Umsatzwachstum als auch bei der Profitabilität zeigt, dass OpenAds und die stärkere Fokussierung auf Transparenz sich in konkreten Zahlen auszahlen und der Kurs damit dauerhaft von den aktuellen Niveaus nach oben wegkommt.
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