Tesla Aktie: Regulierung im Fokus
Tesla steht in den USA unter verstärkter Beobachtung der Aufsichtsbehörden. Im Zentrum: das umstrittene „Full Self-Driving“-System (FSD), das für die Zukunftsstrategie des Konzerns eine zentrale Rolle spielt. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat dem Unternehmen nun mehr Zeit eingeräumt – ein Schritt, der die Brisanz der laufenden Untersuchung unterstreicht. Wie stark könnte ein negativer Ausgang Teslas Autonomiepläne bremsen?
NHTSA-Untersuchung: Mehr Zeit, aber kein Entwarnungssignal
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat Tesla eine Fristverlängerung von fünf Wochen für die Beantwortung ihrer Anfragen zur FSD-Technologie gewährt. Die Behörde hatte im Oktober 2025 eine umfangreiche Untersuchung gestartet, nachdem Berichte über Verkehrsverstöße unter aktivem FSD-Einsatz aufkamen.
Konkret geht es um rund 2,9 Millionen Fahrzeuge mit installiertem FSD-System. In den vorliegenden Berichten ist von Verstößen wie dem Überfahren roter Ampeln, Fahrten auf der falschen Straßenseite sowie Unfällen mit Verletzten die Rede. Die NHTSA will klären, ob das System sicher genug arbeitet – und ob die Art der Vermarktung Erwartungen weckt, die mit der tatsächlichen Funktionsweise nicht vereinbar sind.
Tesla selbst hatte die Fristverlängerung beantragt. Das Unternehmen teilte der Behörde Mitte Januar mit, dass noch 8.313 relevante Vorgänge manuell geprüft werden müssten. Laut Einreichung sei man in der Lage, etwa 300 Datensätze pro Tag zu bearbeiten. Die neue Frist zur vollständigen Antwort läuft nun bis zum 23. Februar 2026.
Namensgebung und Strategie: Warum FSD so heikel ist
Für Tesla geht es in dieser Untersuchung nicht nur um Sicherheitsfragen im engeren Sinn, sondern um ein Kernelement der eigenen Story: die Führungsrolle in der Automatisierung des Fahrens. Projekte wie das geplante „Cybercab“-Robotaxi hängen unmittelbar davon ab, dass FSD sicher, zuverlässig und regulatorisch akzeptiert funktioniert.
Formell ist FSD als Fahrerassistenzsystem der Stufe 2 eingestuft. Das bedeutet: Der Mensch hinter dem Steuer muss jederzeit aufmerksam bleiben und eingreifen können. Kritiker bemängeln jedoch, dass der Name „Full Self-Driving“ etwas anderes suggeriert und Fahrer in falscher Sicherheit wiegen könnte. Genau dieser Widerspruch – technische Einstufung versus Marketingversprechen – ist ein zentraler Punkt der aktuellen Prüfung.
Je nach Ergebnis könnte die NHTSA verschiedene Maßnahmen anordnen. Möglich sind Software-Updates, Rückrufe oder auch Vorgaben zur Änderung der Vermarktung. Jede dieser Optionen hätte Einfluss darauf, wie Tesla seine Technologie künftig positionieren und monetarisieren kann.
Energiegeschäft und Lieferkette: Weitere Mosaiksteine
Parallel zu den regulatorischen Themen meldete Tesla zum gleichen Zeitpunkt Fortschritte in anderen Bereichen. So stellte der Konzern ein neues, komplett schwarzes Solarmodul für Privatkunden vor. Das Modul soll sich optisch unauffällig in bestehende Montagesysteme einfügen und könnte als Signal für eine verstärkte Fokussierung auf das Energiegeschäft gewertet werden.
Zudem wurde bekannt, dass Tesla und der Rohstoffanbieter Syrah Resources die Frist zur Finalisierung von Spezifikationen für batteriefähigen Graphit auf März 2026 verschoben haben. Das zeigt, wie komplex und verhandlungsintensiv der Aufbau stabiler Lieferketten für Batteriekomponenten weiterhin ist – ein Thema, das für die gesamte Elektroautoindustrie entscheidend bleibt.
Kursbild und kurzfristiger Ausblick
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus regulatorischem Druck und langfristigen Wachstumsfantasien in einem erhöhten Schwankungsniveau wider. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie moderat im Plus, zugleich verläuft der Kurs derzeit unter dem Hoch der vergangenen 52 Wochen, aber deutlich über dem Tief. Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich im überkauften Bereich, was technisch auf eine angespannte Lage nach der jüngsten Erholung hindeutet.
Inhaltlich rückt nun vor allem die neue Frist am 23. Februar 2026 in den Mittelpunkt: Bis dahin muss Tesla der NHTSA die angeforderten Daten vollständig liefern. Noch früher steht jedoch ein weiterer wichtiger Termin an: Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, legt der Konzern nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Auf der anschließenden Telefonkonferenz dürften Investoren besonders genau auf Aussagen zu Fahrzeugauslieferungen, Margenentwicklung und der weiteren FSD-Strategie für 2026 achten – denn genau dort entscheidet sich, wie stark Regulierung und Wachstumserwartungen künftig aufeinandertreffen.
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