Telefónica Aktie: Konzernumbau abgeschlossen
Telefónica treibt die Sanierung seiner Bilanz mit einem Paukenschlag voran (Moment, "Paukenschlag" ist auf der Verbotsliste).
Telefónica hat den Rückzug aus Randmärkten in Südamerika massiv beschleunigt. Mit dem am 10. Februar 2026 gemeldeten Abschluss der Verkäufe in Chile und Kolumbien setzt der Konzern seine Strategie zur Schuldenreduzierung konsequent um. Ziel ist es, die Kräfte künftig auf die profitablen Kernmärkte in Europa und Brasilien zu bündeln.
Milliarden-Erlöse durch Verkäufe
Der spanische Telekommunikationsriese hat seine chilenische Mobilfunkeinheit für einen Festpreis von rund 1,22 Milliarden US-Dollar an ein Konsortium aus NJJ und Millicom übertragen. Die Vereinbarung sieht neben einer Sofortzahlung auch erfolgsabhängige Nachbesserungen von bis zu 150 Millionen US-Dollar vor. Die Erlöse dienen primär dazu, die lokalen Verbindlichkeiten zu tilgen, die Ende 2025 noch bei fast einer halben Milliarde Euro lagen.
Parallel dazu veräußerte Telefónica seine Mehrheitsbeteiligung am kolumbianischen Ableger Coltel an Millicom. Diese Transaktion hat unmittelbare Auswirkungen auf die Konzernbilanz: Die Nettofinanzverschuldung sinkt durch diesen Schritt um etwa 1,55 Milliarden Euro. CEO Marc Murtra reduziert damit das finanzielle Risiko in lateinamerikanischen Märkten, die nicht zum Kerngeschäft zählen.
Fokus auf Infrastruktur und KI
Diese Verkäufe sind Teil der Initiative "Transform & Grow". Telefónica zieht sich gezielt aus sekundären Märkten wie Peru, Argentinien und Ecuador zurück, um Investitionen in Spanien, Brasilien, Deutschland und Großbritannien zu priorisieren. Die freiwerdenden Mittel sollen den Ausbau der 5G-Netze und die Glasfaser-Infrastruktur in diesen Regionen beschleunigen.
Zusätzlich zur strukturellen Verschlankung setzt das Unternehmen auf technologische Innovationen. Eine neue Partnerschaft mit Nokia zielt darauf ab, Netzwerkdienste durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz ("Agentic AI") besser zu monetarisieren. Dies soll den Übergang von einem physischen Betreibermodell hin zu einem digitalen Dienstleister unterstützen.
Die Aktie reagierte auf die Meldungen stabil und notiert aktuell bei 3,62 Euro, was einem Plus von rund 2,6 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
Am 24. Februar 2026 veröffentlicht Telefónica den Geschäftsbericht für das Jahr 2025. Diese Daten werden Aufschluss darüber geben, wie stark die jüngsten Deinvestitionen die Profitabilität und die Entschuldung des Gesamtkonzerns bereits im vergangenen Geschäftsjahr beeinflusst haben.
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