Sechs Handelstage in Folge mit Verlusten — Take-Two Interactive hat eine schwierige Woche hinter sich. Der Kurs notiert nahe dem 12-Monats-Tief, während das Unternehmen gleichzeitig auf einen der meisterwarteten Spieletitel der Videospielgeschichte zusteuert. Der Widerspruch zwischen operativer Perspektive und aktueller Marktreaktion ist kaum zu übersehen.

Breiter Gegenwind, hausgemachte Schwäche

Zwar litt der Gesamtmarkt zuletzt ebenfalls unter Verkaufsdruck, Take-Two verlor jedoch überproportional. Allein im laufenden Jahr hat die Aktie rund 23 % eingebüßt — deutlich mehr als der S&P 500 oder der Consumer-Discretionary-Sektor im gleichen Zeitraum.

Ein Teil des Drucks erklärt sich durch eine Sektorrotation: Investoren ziehen sich aus wachstumsorientierten Entertainment-Titeln zurück. Hinzu kommen gemischte Reaktionen auf Aussagen von CEO Strauss Zelnick auf der Game Developers Conference. Er bestätigte zwar, dass Take-Two generative KI in hunderten von Pilotprogrammen und Implementierungen über seine Studios hinweg einsetzt — wie schnell sich daraus messbare Kostenvorteile ergeben, bleibt für viele Marktteilnehmer jedoch offen. Einige institutionelle Beobachter haben daraufhin auf „Hold" geschwenkt.

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Das Geschäftsjahr endet am 31. März 2026, und die Erwartungen für das abschließende Quartal sind verhalten: Analysten rechnen mit einem Umsatz von 1,55 Milliarden Dollar — ein Rückgang von knapp 2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der erwartete Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar läge rund 47 % unter dem Vorjahreswert.

Für das Gesamtjahr 2026 zeichnet sich ein anderes Bild ab. Das Management hat die Prognose für die sogenannten Net Bookings auf 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar angehoben. Analysten erwarten beim Jahresumsatz ein Plus von rund 18 % und beim Gewinn je Aktie sogar eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Zentraler Treiber dieser Erwartungen ist Grand Theft Auto VI, dessen Veröffentlichung für den 19. November bestätigt wurde. Daneben stützt sich das Geschäftsmodell auf wiederkehrende Einnahmen — zuletzt rund 76 bis 77 % des GAAP-Nettoumsatzes — aus Franchises wie NBA 2K, GTA Online und Mobile-Titeln. Ob dieser Anteil wie geplant auf 78 % der Net Bookings ausgebaut werden kann, gilt bei institutionellen Investoren als wichtiger Gradmesser für die langfristige Erholung des Titels.

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