Synopsys Aktie: Wachstumsanalysen veröffentlicht
Synopsys stellt sein Geschäft neu auf und trennt sich von einem zentralen Baustein im Prozessor-IP-Bereich. Gleichzeitig drücken eine deutliche Abstufung durch Piper Sandler und Insiderverkäufe auf die Stimmung. Entscheidend ist nun, ob die neue Fokussierung zusammen mit der Ansys-Integration das erwartete Wachstum rechtfertigen kann.
Verkauf der Prozessor-IP-Sparte
Der wichtigste Schritt der Woche: Am 14. Januar 2026 meldete Synopsys den Verkauf seines Geschäftsbereichs „Processor IP Solutions“ an GlobalFoundries. Zum Paket gehören unter anderem ARC‑V- und ARC‑Classic‑CPU‑IP sowie DSP- und NPU‑IP.
Finanzdetails wurden zwar nicht genannt, die strategische Richtung ist aber klar: Synopsys schärft seinen Fokus auf die Kernstrategie „Silicon to Systems“ und auf Hochgeschwindigkeits‑Schnittstellen- und Foundation‑IP. Nach der großen Ansys-Übernahme, die im Juli 2025 abgeschlossen wurde, nutzt das Unternehmen die Gelegenheit, Randbereiche abzustoßen und die Struktur zu verschlanken. Für GlobalFoundries stärkt der Deal die eigenen Embedded‑ und AI‑Fähigkeiten – ein weiteres Signal, wie stark der Markt auf spezialisierte Chip‑Lösungen setzt.
Analysten: Deutliche Abstufung bremst Fantasie
Auf der Analystenseite kam in dieser Woche ein klarer Dämpfer. Piper Sandler stufte die Aktie am 13. Januar 2026 von „Overweight“ auf „Neutral“ ab und senkte das Kursziel deutlich von 602 auf 520 US‑Dollar.
Mit einem Schlusskurs am Freitag von 508,19 US‑Dollar liegt der neue Zielwert nur noch knapp darüber. Kurzfristig sehen die Experten damit wenig Spielraum nach oben. Im breiteren Konsens bleibt es bei „Hold“, das durchschnittliche Kursziel von 553,57 US‑Dollar entspricht einem moderaten Aufschlag von rund 7 %.
Die Bewertung bleibt anspruchsvoll: Auf Basis der Prognosen wird die Aktie mit einem Forward-KGV von 35,31 gehandelt – deutlich über dem Branchniveau von etwa 22. Das erhöht den Druck, die Integration von Ansys sauber umzusetzen und die avisierte Wachstumsdynamik auch tatsächlich zu liefern.
Institutionelle Bewegungen und Insiderverkäufe
Auf der Eigentümerseite zeigen sich unterschiedliche Strategien großer Adressen. Davis Rea LTD. hat seine Position im dritten Quartal um 49,9 % auf 35.883 Aktien ausgebaut. Auch PGGM Investments erhöhte das Engagement, wenn auch moderater um 5,4 %.
Auf der anderen Seite hat Manning & Napier die Reißleine gezogen und seinen Bestand um 99,6 % auf nur noch 628 Aktien reduziert – faktisch ein Ausstieg. Parallel dazu ist in den vergangenen Wochen verstärkter Verkaufsdruck aus dem Management zu sehen: Finanzchefin Shelagh Glaser trennte sich im Dezember von 3.657 Aktien, Janet Lee verkaufte am 12. Januar 250 Aktien. Insgesamt haben Insider in den letzten 90 Tagen Papiere im Wert von rund 1,95 Millionen US‑Dollar veräußert. Marktbeobachter werten diese Kombination aus teilweisem institutionellem Rückzug und Insiderverkäufen als Signal für eine vorsichtigere Haltung gegenüber dem kurzfristigen Kurspotenzial.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Operativ gibt Synopsys allerdings klare Zielmarken vor. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 9,56 und 9,66 Milliarden US‑Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 14,32 und 14,40 US‑Dollar liegen.
Im ersten Quartal 2026 erwartet der Konzern ein EPS von 3,52 bis 3,58 US‑Dollar. Die Jahresprognose entspricht einem Umsatzplus von rund 36,45 % gegenüber dem Vorjahr – vor allem getrieben durch den vollen Ergebnisbeitrag von Ansys.
Die Aktie spiegelt diese Erwartungen bereits zu einem guten Teil wider: Der Titel notiert rund 16 % über dem 200‑Tage‑Durchschnitt und gut 18 % über dem 50‑Tage‑Durchschnitt, liegt aber noch gut 10 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 565,10 US‑Dollar. Nach einem starken 30‑Tage-Anstieg von 31,67 % setzte zuletzt eine leichtere Konsolidierung ein.
Fazit: Hohe Messlatte für 2026
Synopsys steht an einem Punkt, an dem strategische Weichenstellungen und operative Umsetzung enger zusammenrücken: Der Verkauf der Prozessor-IP-Sparte verschlankt das Portfolio, während die Integration von Ansys für einen deutlichen Wachstumssprung sorgen soll. Gleichzeitig signalisiert die deutliche Kurszielsenkung von Piper Sandler bei hoher Bewertung, dass der Spielraum für Enttäuschungen begrenzt ist. Entscheidend wird 2026 sein, ob Synopsys die ambitionierte Umsatz- und Ergebnisprognose erreicht und damit die aktuell eingepreiste Prämie gegenüber der Branche rechtfertigt.
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