Synopsys richtet sich strategisch neu aus und trennt sich von einem ganzen Geschäftsbereich, um Interessenkonflikte mit Kunden zu vermeiden. Doch während das Management die Weichen für die Zukunft stellt, sind sich die großen Marktteilnehmer uneinig. Die aktuellen Transaktionen institutioneller Investoren zeichnen ein gespaltenes Bild und deuten auf eine Konsolidierungsphase hin.

Profi-Anleger uneins

Die jüngsten Meldepflichten offenbaren unterschiedliche Strategien bei den Großinvestoren. Während PGGM Investments die Position um rund 5,4 Prozent auf über 140.000 Anteile aufstockte und damit auf weiteres Wachstum setzt, nutzte Navera Investment Management die jüngsten Kursniveaus für Gewinnmitnahmen. Die Gesellschaft reduzierte ihren Bestand deutlich um gut 14,2 Prozent. Diese Diskrepanz ist typisch für eine Marktphase, in der langfristige Halter zugreifen, während andere Fonds nach dem vorherigen Kursanstieg Kasse machen.

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Strategischer Umbau durch GlobalFoundries-Deal

Zentraler fundamentaler Treiber bleibt die in der vergangenen Woche angekündigte Vereinbarung mit GlobalFoundries. Synopsys gibt sein "Processor IP Solutions"-Geschäft ab, darunter Portfolios für ARC-V (RISC-V) und ARC CPU.

Dieser Schritt folgt einer klaren Logik: Synopsys zieht sich aus dem direkten Prozessormarkt zurück, um nicht länger in Konkurrenz zu den eigenen Kunden zu stehen. Stattdessen bündelt das Unternehmen seine Ressourcen auf Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen und Basis-IP, die für das Design moderner KI-Chips unverzichtbar sind. Analysten bewerten dies als konsequente Umsetzung der "Silicon to Systems"-Strategie. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

Charttechnik und Bewertung

Trotz der jüngsten Volatilität bleibt das technische Bild konstruktiv. Die Aktie notiert über den wichtigen Durchschnittslinien. Besonders der Abstand zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei etwa 493,39 US-Dollar verläuft, signalisiert einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend. Unterstützung findet der Kurs im Bereich von 490 US-Dollar.

Fundamental wird die Bewertung durch solide Ertragszahlen gestützt. Nach einem Gewinn pro Aktie von 2,90 US-Dollar im letzten Quartal prognostiziert das Management für das volle Fiskaljahr 2026 einen Wert zwischen 14,32 und 14,40 US-Dollar. Die Abspaltung an GlobalFoundries schärft das Profil im KI-Zeitalter, wobei für den weiteren Trend nun entscheidend ist, ob die Kaufbereitschaft institutioneller Anleger wie PGGM die Gewinnmitnahmen am Markt absorbieren kann.

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