Swiss Re Aktie: Gewinnexplosion
Swiss Re startet den größten Aktienrückkauf seiner jüngeren Geschichte – und zwar mit Ansage. 1,5 Milliarden US-Dollar will der Zürcher Rückversicherer in eigene Aktien investieren, doppelt so viel wie ursprünglich erwartet. Die Basis dafür: ein Rekordgewinn von 4,8 Milliarden US-Dollar für 2025. Die Eigenkapitalrendite schnellte auf fast 20 Prozent nach oben.
Doppelschlag beim Rückkaufprogramm
Seit dem 4. März läuft das Rückkaufprogramm über eine eigens eingerichtete Handelslinie an der SIX Swiss Exchange. Die Zürcher Kantonalbank wickelt die Transaktionen ab. Das Volumen: rund 8,53 Millionen Namenaktien oder knapp drei Prozent des ausstehenden Aktienkapitals.
Die Überraschung kam mit der Gesamtsumme. Analysten hatten mit dem nachhaltigen Rückkauf über 500 Millionen US-Dollar gerechnet – Swiss Re legte aber einen außerordentlichen Rückkauf über eine weitere Milliarde obendrauf. Sämtliche zurückgekauften Aktien werden vernichtet. Zusätzlich erhöht der Konzern die Dividende auf 8 US-Dollar je Aktie, zehn Cent über den Erwartungen.
Schaden-Sparte verdoppelt Gewinn
Der Nettogewinn im Geschäftsjahr 2025 legte um 47 Prozent zu. Verantwortlich dafür war vor allem die Schaden- und Unfallrückversicherung (P&C Re), deren Gewinn sich auf 2,8 Milliarden US-Dollar verdoppelte. Die Combined Ratio verbesserte sich deutlich von 89,9 auf 79,4 Prozent – ein Wert, der signalisiert, dass Swiss Re für jeden eingenommenen Prämien-Dollar nur noch 79 Cent für Schäden und Kosten aufwendet.
Die Naturkatastrophenschäden blieben mit 813 Millionen US-Dollar moderat, hauptsächlich verursacht durch die Waldbrände in Los Angeles und Hurrikan Melissa. Corporate Solutions steigerte den Nettogewinn um 19 Prozent auf 988 Millionen US-Dollar, die Combined Ratio sank auf 86,5 Prozent.
Einzig die Life & Health Reinsurance enttäuschte leicht. Der Gewinn sank von 1,5 auf 1,3 Milliarden US-Dollar, beeinflusst durch eine Portfolio-Überprüfung. Das angestrebte Niveau von 1,6 Milliarden US-Dollar wurde verfehlt.
Straffere Ziele für 2026
Für das laufende Jahr setzt Swiss Re ein Nettogewinnnziel von 4,5 Milliarden US-Dollar an. Das Naturkatastrophen-Budget kalkuliert der Konzern mit 2 Milliarden US-Dollar – nach dem glimpflichen Verlauf 2025 ein realistischer Puffer. Die Combined-Ratio-Ziele bleiben ambitioniert: unter 85 Prozent für P&C Re, unter 91 Prozent für Corporate Solutions.
Die Life & Health-Sparte soll 2026 auf einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden US-Dollar hochfahren. Parallel treibt Swiss Re die KI-Integration voran, gestützt auf eine mehrjährig aufgebaute Datenplattform für Underwriting und Schadensbearbeitung.
Im Kreditversicherungsgeschäft stärkt sich der Konzern durch die Übernahme des globalen Portfolios von QBE Insurance Group in Australien, Neuseeland und Großbritannien – ein Geschäft mit jährlichen Erlösen von rund 200 Millionen US-Dollar.
Nächste Meilensteine im Blick
Am 12. März folgt der vollständige Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2025. Die Generalversammlung ist für den 10. April terminiert, die Q1-Zahlen 2026 präsentiert Swiss Re am 7. Mai. Der Konzern hält an seinem mehrjährigen IFRS-ROE-Ziel von über 14 Prozent fest und strebt ein jährliches Dividendenwachstum von mindestens 7 Prozent an.
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